656 Vier und dreißigſtes Kapitel.
des Graſes folgen. Die gewoͤhnlich angenommene Meinung iſt, daß die Hauptnahrung der Pflanzen ſich im Waſſer aufgeloͤſt be⸗ finde und keine Pflanze ohne daſſelbe, in groͤßerer oder geringerer Menge, in einem reineren oder unreineren Zuſtande beſtehen koͤnne. Ohne einen gewiſſen Grad von Feuchtigkeit welken die Graswur⸗ zeln, und ſterben ſie endlich ab; ſteht dieſelbe aber zu tief und an— haltend uͤber ihnen, ſo leiden ſie, die im Waſſer wachſenden aus— genommen, ebenfalls. Stehendes Waſſer auf Grasland verdirbt daſſelbe und toͤdtet endlich die beſten Pflanzen. Daruͤber hinflie— ßendes Waſſer aber iſt ihnen nicht ſchaͤdlich, befoͤrdert im Gegen— theil ihr Wachsthum und zwar um ſo mehr, je geringer ſeine Menge auf einmal, und je raſcher ſein Lauf uͤber die Raſennarbe iſt. über dieſe Erſcheinung gibt es mehre Meinungen. Einige ſagen, das Waſſer lagere in ſeinem Lauf Nahrungsſtoffe fuͤr die Pflanzen ab und je groͤßer daher die daruͤber hinfließende Menge ſei, deſto mehr muͤſſe auch dieſe Ablagerung betragen. Dieſe Mei⸗ nung ſtuͤtzt ſich auf die Anſicht, daß mineraliſche oder verfaulte organiſche Subſtanzen in dem Waſſer ſich befinden und ſich waͤh— rend ſeines Laufes in den Blaͤttern und Stengeln der Pflanzen abſetzen. Dies mag zum Theil wahr ſein; wenn man aber ſieht, daß da, wo der meiſte Ruͤckſtand vom Waſſer verbleibt, das Gras gerade viel weniger waͤchſt, als wo man kaum einen merklichen Niederſchlag wahrnimmt, ſo muͤſſen wir die Wirkung der Waͤſſe— rung einem anderen Umſtande, als dem Abſatz jener Subſtanzen zuſchreiben. Es werden eben ſo zeitige und eben ſo reichliche Gras— ſchnitte erzeugt, wenn man ſich ganz reinen Waſſers bedient, als wenn man ſolches nimmt, das voll Unreinigkeiten iſt. Es laͤßt ſich nicht in Zweifel ziehen, daß letzteres den Boden bereichern und daher einen guͤnſtigeren Einfluß auf die kuͤnftigen Gras- und Kornernten haben koͤnne; aber fuͤr den augenblicklichen Zweck der Waͤſſerung iſt vielleicht das klarſte Waſſer das wirkſamſte.
Man darf nie vergeſſen, daß Waͤrme, Luft und Licht unent⸗ behrliche Agentien bei der Entwicklung, wie bei der Ernaͤhrung der Pflanzen ſind. Werden ſie in einer niedrigen Temperatur, der friſchen Luft abgeſchloſſen oder im Dunkeln erhalten, ſo kuͤmmern und ſterben ſie. Wendet man dieſe Thatſachen auf die Wirkungen des Waͤſſerns an, ſo muͤſſen wir ſchließen, daß dadurch die Thaͤ— tigkeit der Pflanzen erhoͤht werde, indem es dieſelben gegen die kalte Nachtluft ſchuͤtzt, ihnen durch den Lauf des Waſſers eine groͤßere Waͤrme zufuͤhrt und ſie doch auch zu gleicher Zeit der un—
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