65² Drei und dreißigſtes Kapitel. Verbeſſerung des Graslandes.
Jede Art von Grasland laͤßt ſich uͤbrigens verbeſſern, indem man mit dem überduͤngen eine Anſaat von Graͤſern und anderen Futterpflanzen verbindet, oder letztere blos zu einer ſchicklichen Zeit eineggt. Das erſtgenannte Verfahren verlangt weniger Saamen und bringt einen hoͤheren Ertrag im erſten Jahr; bei dem zweiten aber laͤßt ſich eine groͤßere Flaͤche mit geringeren Koſten beſchicken.
Bei dem erſten muß der Duͤnger vor ſeiner Anwendung aufs Außerſte vertheilt ſein und wo moͤglich aus ſolchen Subſtanzen beſtehen, die zu gleicher Zeit die Beſchaffenheit der Oberflaͤche ver— beſſern und bereichern, wie z. B. ein Mengeduͤnger von ganz ver— rottetem Miſt und Sand oder anderer lockerer Erde; oder von Straßenkoth und Aſche von Holz und Kohlen; oder von Graben⸗ auswurf und Teichſchlamm mit friſch gebranntem Kalk gemengt ꝛc. Wohl bereiteter Kompoſt dieſer Art laͤßt ſich in einem Inſtande zwiſchen Feuchtigkeit und Trockenheit, in welchem er ſich am beſten kruͤmelt, mit dem Saamen recht gut mengen. Dieſes ſollte jedoch ſtets nur am Tage der Ausſaat geſchehen, und macht ſich am be⸗ ſten, wenn man beide zuſammen durch ein weites Drahtſieb gehen laͤßt. Zwei Mann koͤnnen bei einiger übung in einem Tage viel fertig bringen; weniger als zehn Kubikyards Kompoſt ſollten je— doch nie auf 1 Acker Land gebracht werden.
Die Raſennarbe muß zum Empfang der Saat durch ein tuͤchtiges Eggen oder Skarrificiren vorbereitet werden, auch um die Duͤngung mit dem Boden in unmittelbare Berührung zu bringen. Dieſe Operation ſchadet der alten Narbe nicht im Geringſten, bringt ihr im Gegentheil großen Nutzen; das Walzen aber iſt nur dann dem Boden nuͤtzlich, wenn er ſehr loſe iſt, im Zuſtand der Feuchtigkeit eher ſchaͤdlich. Die beſte Jahreszeit zu dieſer Arbeit iſt der Maͤrz oder der Anfang des Aprils, je nachdem ſolche die Witterung verſtattet. So behandeltes Grasland maͤht man im erſten Jahre nicht, weil dadurch die jungen Pflaͤnzchen Schaden leiden, man laͤßt in demſelben auch nicht Schafe darauf, ſondern beweidet es nur mit jungem Rindvieh.
Verfaͤhrt man auf die andre angegebene Weiſe bei der Erneu⸗
erung der Raſennarbe, ſo wendet man den Skarrifikator recht kraͤftig an und hat man etwas mehr Saamen noͤthig, weil das Gedeihen der jungen Pflanzen nicht zugleich durch Duͤngung un⸗ terſtuͤtzt wird. Übrigens findet durchaus kein Unterſchied ſtatt, we⸗
W
der felh des teria


