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646 Drei und dreißigſtes Kapitel.
auf leichtem Sandboden uͤppig waͤchſt und daher als Weide⸗ und Wieſenpflanze Empfehlung verdient*).
Ranunculus acris, ſcharfer Hahnenfuß oder Butterblume (butter-cap) und Rumex acetosella, kleiner Sauerampfer, Feldam⸗ pfer(Sorrel), werden hier nur erwaͤhnt, weil ſie ſich haͤufig auf unſeren Weiden und Wieſen befinden, und zwar erſtere auf den reichſten, aber darauf nicht zu dulden ſind, indem ſie beſſere Pflan⸗ zen verdraͤngen, das Vieh nur durch die Noth zu ihrem Genuß ſich zwingen laͤßt und von demſelben ſogar Nachtheil fuͤr ſeine Ge— ſundheit zu befuͤrchten hat. Der Sauerampfer zeigt an Saͤure im Boden und vergeht nach einer Duͤngnng mit gebranntem Kalk oder Dolomit.(S. Seite 389.)
Unter den vorhin genannten beſſeren Weide⸗ und Wieſenpflan⸗ zen moͤge ſich nun ein umſichtiger Landwirth fuͤr ſeinen Zweck und ſeine Verhaͤltniſſe immer die beſten und tauglichſten auswaͤhlen; eine beſtimmte Regel laͤßt ſich dafuͤr nicht angeben. Gewoͤhnlich ſaͤtt man die verſchiedenen Graasſaamen nach dem Maaß und nur die Kleearten nach dem Gewicht aus; man ſollte dieſes aber auch bei jenen thun; denn das Gewicht wechſelt bei ihnen ſehr und da der beſte Saamen immer verhaͤltnißmaͤßig der ſchwerere iſt, ſo bekommt man bei der Ausſaat nach dem Maaß bisweilen nicht genug keimfaͤhige Koͤrner. Nach in Schottland gemachten Erfahrungen ſind folgendes ſehr vortheilhafte Mengungen fuͤr dau— erndes Grasland, auf 1 Acker berechnet:
*) Dieſes Kuhgras ſoll nach einigen Schriftſtellern, z. B. Low und ande⸗ ren(ſ. den amtlichen Bericht uͤber die Verſammlung deutſcher Landwirthe zu Dresden, Seite 87) keine Varietaͤt von Trifolium pratense, ſondern eine eigne Art, Trifolium medium, ſein. Dieſem wurde bei der zweiten Verſamm⸗ lung der deutſchen Landwirthe zu Karlsruhe im Herbſt 1838 lebhaft wider⸗
ſprochen, und der Bearbeiter muß jetzt, da er das aͤchte Kuhgras der Englaͤn⸗
der vor ſich hat, in dieſen Widerſpruch mit einſtimmen. Es fehlen ihm die karakteriſtiſchen, von den Botanikern aufgeſtellten Merkmale des Trif. medium; dafuͤr gleicht es in Blaͤttern und geſammtem Habitus unſerm wildwachſen⸗ den rothen Wieſenklee beinahe voͤllig. Es laͤßt ſich vielleicht annehmen, daß es aus demſelben entſtanden ſei, wie unſer gewoͤhnlich angebauter rother Kopf⸗ klee, daß aber dieſer, den man immer nur hoͤchſtens 2 Jahre ſtehen laͤßt, da⸗ durch nach und nach die anfaͤnglich von ſeinem Stammvater auch auf ihn ubergegangene Ausdauer verloren, das Kuhgras dagegen, zu dauernden Futter⸗ feldern nur benutzt, ſie behalten habe. Die Abweichungen, die in der Form zwiſchen beiden und zwiſchen ihnen und dem wilden Wieſenklee ſtattfinden, laſ⸗ ſen ſich ſaͤmmtlich als Folgen der Kultur erklaͤren.
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