Teil eines Werkes 
1 (1839) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 1
Entstehung
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642 Drei und dreißigſtes Kapitel.

auf armem Boden wachſen, auf den engliſchen Duͤnen angetroffen, und da dieſe Graͤſer faſt das ganze Jahr hindurch gruͤn bleiben, gewaͤhren ſie eine nicht genug zu ſchaͤtzende Winterweide.

F. loliacea, lolchaͤhnlicher Schw.(darnel-like fescue), kommt in gewiſſer Hinſicht dem Raigraſe ſehr gleich und iſt daher fuͤr eine Baſtardpflanze von Raigras und einer Schwingelart gehalten worden; dies iſt aber ein Irrthum.

Lathyrus pratensis, Wieſenplatterbſe, Honigwicke, Wieſ enbohne, gelbe Wicke(meadow vetchlipg), liefert ein gutes, allen Vieharten angenehmes Futter und vermehrt den Heuertrag nicht wenig, bluͤht aber ſpaͤt. Vicia sepium, Zaunwicke(bush-vetch), bluͤht etwas fruͤher, doch nicht vor dem Juli, und gibt einen noch hoͤhern Er trag, zumal auf leichtem Boden.

Plantago lanceolata, Wegerich(rib grass), kommt zwar meiſt nur im Gemenge mit anderen Pflanzen vor, iſt aber auch fuͤr ſich allein angebaut worden und gibt auf reichem Sand- und Lehm⸗ boden einen reichlichen Ertrag, auf trocknem armen Boden eine gute Schafweide. In Wales verleiht dieſe Pflanze manchem duͤrf⸗ tigen Huͤgel, der ſonſt nur als nackter Fels erſcheinen wuͤrde, den Anſchein einiger Fruchtbarkeit. Über ihre Eigenſchaften iſt man indeſſen noch nickt einig. Einige meinen, ſie ſei den Kuͤhen nach⸗ theilig, Andere ſagen wieder, die Milchergiebigkeit der Alvenweiden ſei vornehmlich ihr und dem gemeinen Frauenmantel oder Sinau (Alchemilla vulgaris common lad)y's mantle) zuzuſchreiben. Un⸗ ter den Klee geſaͤet, ſoll ſie dem Aufblaͤhen des Viehes vorbeugen.

Poterium Sanguisorba, Pimpinelle(burnet), wird auch haͤufig fuͤr ſich allein geſaͤet und uͤberſteht unter allen Futterpflanzen die Strenge des Winters in ausgeſetzten Lagen am beſten; daher wird ſie von den Viehzuͤchtern ſehr geſchaͤtzt, vornehmlich fuͤr Schafe, denen ſie ganz zeitig im Fruͤhjahre eine gute Weide darbietet. Als Heu traͤgt ſie ohne ſtarken Beiſatz anderer Pflanzen nicht viel. überhaupt gewaͤhrt ſie fuͤr ſich allein und ausgewachſen nur ein ſchlechtes, allem Vieh unangenehmes Futter, das nur ſeiner aroma⸗ tiſchen Eigenſchaften wegen im Gemenge mit anderen Futterkraͤutern auf Hoͤheweiden, wo es immer knapp abgefreſſen wird, einigen Werth erhaͤlt. Sie waͤchſt auf den bekannten South⸗Downs(ſ. S. 373) haͤufig wild und ſcheint den Kreideboden vorzuͤglich zu lieben, kommt jedoch auch auf Sand⸗ und Grandboden fort.

Alopecurus pratensis, Wieſenfuchsſchwanz(meadow fox tail), iſt eines der fruͤheſten und beſten Graͤſer. Es waͤchſt ſehr uͤppig,

Von

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