Teil eines Werkes 
1 (1839) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 1
Entstehung
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630 Zwei und dreißigſtes Kapitel.

ihren überfluß an Heu zu dieſer Jahreszeit zu verkaufen. Auf kraͤftigem, gut gehaltenem Wieſenboden haͤlt man 1 ½ Ladungen Heu pro Acker fuͤr einen guten Durchſchnittsertrag; in guͤnſtigen Jah⸗ ren und bei reichlicher Duͤngung ſind zwei nichts ſeltenes; aber drei Ladungen der hoͤchſte Ertrag, den man nur auf den frucht⸗ barſten Bodenarten bisweilen erlangt.

Darunter ſind ſolche Ladungen zu verſtehen, nach welchen in London und uͤberhaupt in den ſuͤdlichen Grafſchaften das Heu ge⸗ woͤhnlich verkauft wird.(S. Seite XXIII.) An manchen Orten wird es jedoch auch nach Tonnen geſchaͤtzt, und in Edinburg nach Steinen zu 24 Pfunden verkauft.

In England wird alles Heu in Bunden von 56 oder 60 Pfund zum Verkauf gebracht. Dieſelben werden mit ganz beſond⸗ rer Sauberkeit, Feſtigkeit und Geſchicklichkeit in mehre Strohbaͤn⸗ der uͤbers Kreuz geſchnuͤrt oder vielmehr gewickelt. Dieſes ge⸗ ſchieht meiſtens im Verding, und wird gewoͤhnlich mit 2 Shilling 6 Pence pro Ladung bezahlt. Ein geſchickter Heubinder fertigt in einem Tage die Bunde fuͤr zwei Ladungen, alſo 72 Bunde. In Schottland und Irland iſt jedoch dieſes Binden nicht uͤblich, obgleich deſſen Vortheile nicht unwichtig ſind; denn wenn es auch einige Koͤſten verurſacht, ſo wird doch dafuͤr durch ſelbiges jedem Verluſt und jeder Verwuͤſtung des Heu's vorgebeugt, ein genaue res Waͤgen bewirkt, das Aufladen und Abladen beſchleunigt und ſelbſt bei Wind moͤglich gemacht, an Raum auf dem Wagen ge ſpart und der Transport erleichtert.

Das Ausmeſſen eines Feimens, um deſſen Gewicht zu erfah⸗ ren, geſchieht, indem man ſeine Laͤnge, Hoͤhe und Breite mit ein

ander multiplicirt; dabei nimmt man an, daß 10 Kubikyards gu⸗

tes Wieſenheu, das einen ganzen Winter hindurch in einem Fei men ſich gehoͤrig zuſammengeſetzt hat, gewoͤhnlich eine Tonne wiege. Es kann ſich jedoch dieſes mannichfach abaͤndern nach dem aͤlteren oder juͤngeren Zuſtande des Graſes zur Zeit des Maͤhens, nach dem groͤßeren oder geringeren Grade der Trockenheit des Heu's als es eingefeimt wurde, und nach der Laͤnge der Zeit, die es vorher gelegen hat. Alle dieſe Umſtaͤnde muͤſſen wohl beruͤck⸗ ſichtigt werden; denn in einer ſehr großen Feime, die laͤnger, als ein Jahr geſtanden, machen bisweilen ſchon neun, ja manchmal ſogar ſchon acht Kubikyards eine Tonne. Vom Kleeheu, das immer lockerer liegt, ſind zu dieſer Laſt in der Regel zwoͤlf, wenn es recht trocken aufgeſpeichert worden, ſogar wohl dreizehn Kubikyards er⸗

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