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Folgerung, welche die beiden oben geſtellten Fragen aufs genuͤgendſte beantworten wird. Das Edelſchaf reizte durch den Reinertrag, den es gewaͤhrt, zu ſeiner Vermehrung. Dieſe konnte nur ſtattfinden, wenn man auch hinlaͤngliche Nahrung fuͤr dasſelbe hatte. Um dieſes zu gewinnen, mußte man vor allen Dingen auf Verbeſſerung der Wieſen bedacht ſeyn, und wo man keine hatte, und bei der Ungunſt der Oertlichkeit auch keine anlegen konnte, da mußte man zum Futteranbau auf den Feldern ſeine Zuflucht nehmen. Dieß auf Koſten des Getreide⸗ baues zu thun, war vornehmlich in jener Zeit, wo alle dieſe Entwickelungen und Streitſaͤtze zu loͤſen waren, nicht rathſam, weil damals die Getreide⸗ preiſe hoch ſtanden, und kein kluger und rationeller Landwirth einen erfahrungsmaͤßig ſichern Gewinn in die Schanze ſchlagen konnte, um einem andern, noch in Frage ſtehenden, nachzujagen.— Verſuche mußten gemacht und aus dieſen Erfahrungen, die Goldkoͤrner aller landwirthſchaftlichen Praris, ge— ſammelt werden. Alle die, welche mit Verſtand und Beſonnenheit gemacht wurden, fielen befriedigend aus, und die Bahn war gebrochen, die alsdann von Tauſenden betreten wurde. Denn man gelangte durch dieſe Verſuche zu der Ueberzeugung, daß dem Felde durch den vermehrten Futterbau nicht allein keine Kraft entzogen, ſondern dieſelbe ſehr vermehrt wurde. Man ſah ferner, daß man gar nicht ein⸗ mal noͤthig hatte, von den zum Getreideanbau


