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Ackerbauſyſtem brach lagen und nur auf kurze Zeit dem darauf getriebenen Vieh eine kaͤrgliche Weide gewaͤhrten.— Ich muß hier, um der Sache ganz auf den Grund zu gehen, ein wenig weit ausholen. Es iſt bekannt, daß in den fruͤhern Jahrhunderten die Dreifelderwirthſchaft in Deutſchland und mehrern angraͤnzenden Laͤndern das Hauptſyſtem war, welches man beim Landbau befolgte. Bei demſelben nun war der dritte Theil des pflugbaren Landes abwech⸗ ſelnd Brache, die, weil man ſie erſt im Junius umzu⸗ brechen anfing, bis dahin mit den wenigen auf ihr wachſenden Graͤſern und Pflanzen eine kuͤmmerliche Weide fuͤr das Vieh gab. Als aber die Produete der Viehzucht einen immer hoͤhern Werth bekamen, da lag jedem fleißigen und aufmerkſamen Landwirthe daran, deren moͤglich viele zum Verkauf zu ge— winnen. Vermehrung der Viehbeſtaͤnde und beſſere Fuͤtterung war das doppelte Mittel, mit welchem man zu dieſem Ziele gelangen konnte. Zunaͤchſt mußte man dieſes durch Vermehrung und Ver⸗ beſſerung der Wieſen zu erreichen ſuchen. Aber nicht uͤberall liegt und lag ein ſolches Mittel zur Hand: denn manche Gegenden ſind nach ihrer Oert⸗ lichkeit voͤllig davon entbloͤßt. Da blieb denn nichts uͤbrig, als kuͤnſtliche Wieſen anzulegen. Aber auch ein ſolches Unternehmen iſt nicht uͤberall auszu⸗ fuͤhren, weil vor Allem eine feuchte Lage und vor— handenes Waſſer erforderlich ſind, um die Wieſen zu einem lohnenden Ertrage zu bringen. Auf den
waͤ ſola iſt Bau Lan nur doch auch das güͤte Reſu munte eine! mehr nicht Ausde wird, Futten ſelben ſo hat mittel


