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4) Gekraͤuſelte und ſchlichte Wolle. Die erſtere Benennung koͤnnte man eigentlich nur einem Product geben, das kraus, d. h. lockig und durch einander gewachſen waͤre, wie dieß der Begriff des Wortlauts mit ſich bringt. Man nennt jedoch ge— woͤhnlich diejenige Wolle gekraͤuſelt, deren Haare ſtarke und hohe Biegungen haben, und die ſich in ihren Stapeln ſehr feſt und innig an einander an— ſchließen, ſo daß ſie ſchwer zu trennen ſind. Eine ſolche Natur ſchließt ſchon einen kleinen Fehler in ſich, indem ſie leicht ausartet und am Ende das wird, was man gezwirnt nennt. Dieſe Eigenſchaft beruht auf dem Stoffe, woraus ſich das Wollhaar bildet, und es tritt in ihm die eigentlich hornartige Sub— ſtanz zu ſtark hervor, ohne daß ſie von dem Fette ſo durchoͤlt waͤre, daß ſie jenes ſproͤde und harte Weſen, welches ſie zu der Bildung der hohen Bogen treibt, milderte. Bei kraͤftiger Fuͤtterung und bei ſteter Haltung im Stalle, in welchem die Lufttemperatur nicht zu niedrig iſt, wird dieſe Untugend ſehr gemil— dert, indem alsdann ſich mehr Fett in der Haut der Schafe bildet, was ſich der Wolle mittheilt, und in— dem durch die Temperatur dieſes Fett auch ſtets fluͤſ— ſig genug zur raſchen Mittheilung erhalten wird. Die Erfahrung beſtaͤtigt dieß uͤberall, und es tragen der— gleichen Schafe, wenn ſie der trocknen Luft und dem Staube ſtark ausgeſetzt ſind, allemal eine viel ſtaͤrker gekraͤuſelte Wolle, die alsdann ſchon in gezwirnte ausartet.— Schlicht nennt man ſie, wenn ſie die


