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Das Edelschaf in allen seinen Beziehungen : als Schlußstein dessen, was der Verfasser bereits über veredelte Schafzucht geschrieben / von J. G. Elsner
Entstehung
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gerade nur in dem Grade, als die Bedeutung des Wortes andeutet, ſo kann ſie dabei in hohem Maaße dehnbar und folglich auch vollkommen ſanft ſeyn. Rauh wuͤrde ſie erſt werden, wenn die Kraft oder der Nerv uͤberwoͤge, insbeſondere aber alsdann, wenn der Stoff in den das Haar bildenden Trichterformen ſehr compact waͤre, und alſo die Schmiegſamkeit des⸗ ſelben verringert wuͤrde. Obgleich das Nervige eine natuͤrliche Eigenſchaft vieler Wollarten iſt, und es ſich folglich von ſelbſt findet und entwickelt, ſo kann es doch bei der Zuͤchtung vermehrt oder vermindert werden, je nachdem man Thiere mit dieſer Eigenſchaft beguͤnſtigt oder zuruͤckſetzt, und je nachdem man durch Wartung und Pflege die Wolle zu mehr oder weniger kraͤftiger Entwickelung und Ausbildung treibt. Thut man davon das Gegentheil, ſo wird ſie ſchlaff. Zu manchen Stoffen liebt man eine ſolche Wolle, zu den meiſten aber zieht man die nervige vor. Fuͤr den Schafzuͤchter hat dieſe aber allemal den Vorzug, und zwar zum erſten, weil ſie beſſer ins Gewicht faͤllt als die ſchlaffe, zum zweiten, weil ſie eine kraͤftigere Conſtitution und einen beſſern Geſundheitszuſtand der Schafe anzeigt. Man unterſcheidet beide Arten ſowohl im natuͤrlichen als im gewaſchenen Zuſtande leicht von einander, indem die nervige bei weitem mehr Elaſticitaͤt und Widerſtand beim Zerreißen des Haares zeigt, wie die ſchlaffe, und indem auch die erſtere auf den Schafen ungleich mehr mit Schweiß(Fett) be⸗ laden iſt, wie die letzte.