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Das Edelschaf in allen seinen Beziehungen : als Schlußstein dessen, was der Verfasser bereits über veredelte Schafzucht geschrieben / von J. G. Elsner
Entstehung
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Werth hat als eine feine, indem ſie ſeinen Beduͤrf niſſen mehr entſpricht.

2) Sanfte und rauhe Wolle. Die erſte Eigenſchaft liegt ſchon, wie man bald ſieht, in der Tugend der Feinheit, weil eine ſanfte Wolle dem Gefuͤhl ſchmeichelt, was, wie eben geſagt, auch eine feine thun muß. Die Natur des Wollhaares bringt dieſe Sanftheit hervor, obgleich auch die Behaudlung derartiger Schafe das Ihrige zur Vollendung bei⸗ tragen muß. Daß die Wolle, wenn ſie auch die eine Eigenſchaft, naͤmlich die Duͤnnheit des Haares beſitzt, dennoch nicht als fein anzunehmen ſey, wenn ſie rauh iſt, das habe ich ebenfalls ſchon geſagt. Rauh aber wird ſie, wenn dem Wollhaare nicht das richtige Maaß von Fett das man in der Kunſt ſprache Schweiß nennt innewohnt. Aber auch in der eigenthuͤmlichen Bildung des Haares ſelbſt kann der Grund davon liegen. Es duͤrfen naͤmlich die trichterfoͤrmigen Beſtandtheile desſelben nicht ſo ſeyn, daß ſie ein ſanftes, d. i. ein ſchmiegſames und bieg⸗ ſames Haare bilden, ſo fehlt der Wolle die Sanftheit und ſie wird rauh. Dieſe Eigenſchaft aber traͤgt ſie auch auf die aus ihr verfertigten Stoffe uͤber, wo durch dieſe an ihrem Werthe bedeutend verlieren. Daraus aber folgt, daß eine ſolche Wolle ſelbſt bei weitem weniger werth ſeyn koͤnne, wie eine ſanfte.

3) Neroige und ſchlaffe Wolle. Ob die erſtere nicht ſtets etwas von der rauhen an ſich trage, das iſt zu erdrtern. Iſt ſie das, was man nervig nennt,