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Das Edelschaf in allen seinen Beziehungen : als Schlußstein dessen, was der Verfasser bereits über veredelte Schafzucht geschrieben / von J. G. Elsner
Entstehung
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bekommen, wie man ſie vor einem Jahrhundert dort fand, ſo wuͤrden dieſelben immer noch den Vorzug vor allen andern, auch aus den edelſten deutſchen Heerden gezogenen, haben. Da dieß aber nicht ſeyn kann, da vielmehr die ſpaniſchen Heerden dermaßen degenerirt ſind, daß man in ihnen kaum einen Schat ten noch von dem findet, was wir in Deutſchland haben, ſo waͤre es eine Thorheit, wenn wir uns mit Schwierigkeiten und großen Koſten dergleichen Zucht thiere von dort verſchaffen wollten. Was Anderes waͤre es aber, wenn wir verſichert ſeyn koͤnnten, noch das reine alte Blut zu finden, aus welchem ſich, bei verſtaͤndiger und ſorgfaͤltiger Zuͤchtung, gar bald jene guten Eigenſchaften entwickeln und zur Conſtanz brin gen ließen; aber ſo iſt ja dieß nirgends mehr rein zu treffen, und es ſind bei den vielen und gewaltſamen Umwaͤlzungen, welche jenes Land in neuerer Zeit betroffen haben, ſo viele Vermiſchungen vorgekommen, daß dort eine ungleich groͤßere Verbaſtardirung ſtatt findet, wie bei uns in einer Menge von Schaͤfereien. Dieß einſehend, hat man ja ſchon Zuchtthiere aus Deutſchland nach Spanien geholt. Zu dem Glauben und der Ueberzeugung, daß in Spanien nicht mehr das reine Merinoblut zu finden ſey, iſt man aber noch ſo gar lange nicht gekommen. Es iſt noch nicht ein volles Jahrzehnt, daß ein Originalſtamm nach Ungarn in die Schaͤfereien des Grafen von Feſtetits gebracht wurde. Ich habe vor kurzem noch Exem plare davon geſehen, und gefunden, daß ſie hinſicht