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Das Edelschaf in allen seinen Beziehungen : als Schlußstein dessen, was der Verfasser bereits über veredelte Schafzucht geschrieben / von J. G. Elsner
Entstehung
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ſicht⸗

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lich der Natur und Feinheit ihrer Wolle kaum im zweiten Range des deutſchen Edelſchafes auftreten koͤnnten. Die Geſtalt der Schafe empfiehlt ſie jedoch, indem ſie groß und kraͤftig iſt. Die Wolle zeigt ein ſcharfes Gepraͤge, d. h. die Biegungen der Stapel ſind ſchroff und hoch, dabei aber kann man ihr keinen ſonderlich hohen Grad von Sanftheit zuſprechen. Die Nachkoͤmmlinge dieſer orginal⸗ſpaniſchen Merinos zeichnen ſich nicht aus und geben kaum den Durch ſchnitt der fruͤher dort befindlichen Edelſchafe. Spreche ich einmal von Ungarn, ſo will ich auch meine Anſicht von den dort befindlichen Merinos oder Edelſchafen mittheilen. In mehreren Heerden hat man voͤllig nach deutſchen Principien gezuͤchtet, und hat alſo auch gleiche Reſultate erlangt. Das kam da⸗ her, daß deutſche Beamtete die Zuͤchtung leiteten. In andern iſt man ſeinen eigenen Weg gegangen, und da man nicht uͤberall nach einerlei Grundſaͤtzen ver fuhr, ſo mußten auch die Erfolge verſchieden ſeyn. So hat ſich denn in jenem Lande eine wahre Muſter karte gebildet. Bei dem Reichthum der Mittel, der zu Gebote ſtand, und bei ſo vielen natuͤrlichen Beguͤnſtigungen, die noch dazu traten, ſollte man freilich glaͤnzendere Erfolge aufzeigen koͤnnen, wenn nicht jene Vortheile durch einen Hauptumſtand immer neutraliſirt worden waͤren. Dieſer iſt der Mangel an gruͤndlicher Sachkenntniß und der Neid und die Eiferſucht gegen die Fremden. Es gibt wenig Laͤnder in Europa, wo man mit dem Schatze, den man bereits

Elsner, das Edelſchaf ꝛc. 2