Teil eines Werkes 
Erster Theil (1801)
Entstehung
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Wie wollen eine Feldmark annehmen, auf welcher der Ackerertrag vom 3ten bis zum 6ten Korn verſchieden ſey. Die kleinern Abſtuffungen in der Güte, welche kein volles Korn ausmac»n ſollen vorißt nicht in Betrachtung kommen,

Zur beſſern Ueberzeugung wird es nöthig ſeyn einen auf den reinen Ertrag berechneten Anſchlag von dieſen 4 AFerarten aufzuſtellen. Die Grundſäße, welde demſelben untergelegt ſind, habe ich theils aus eigener Haushaltserfahrung, theils aber aus den Beobachtungen hergenommen, die ich bei den mir bisher aufgetra* gen geweſenen Geſchäften gemacht habe, Vorgängig will ich jedoch dieſe Grund- ſäße hier entwickeln.

In einem großen Theil des Fürſtenthums Lüneburg iſt die 4 Felderwirth- ſhaft im Gebraund) und bei derſelben wird; in jedem Umlauf an vielen Orten 2 mal Rocken, 1x mal Hafer und 1 mal Buchweizen geſäet- Dieſe Bewirth- ſc<haftungsart liegt bei dem nachfolgenden Anſchlage zum Grunde, Wie man- Herley übrigens die Ackerabtheilung, Beſtellung und Saatfolzge in dieſem Für» ſtenthum ſey, davon kann man ſich aus dem z3ten Stück dey vortreflichen Am nalen dex niederſächſiſchen Landwirthſchaft von Seite 87 an unterrichten.

In dem leichteſten Boden, wohin der unter Nr. 1 und 2 des nachfolgenden Anſchlages zu rechnen iſt, bekommt der Buchweizen 2, im ſchwerern Boden aber, wie der unter 4 iſt, 3 Furhen, Zu den übrigen Früchten unter Nr. 1. wird ge» wöhnlich) nur 1 mal geha>et oder gepflügt,

Bei der Beſtellung des unter Nr. 2. angenommenen Landes wird auch zum Stoppelrocken, worunter ic<m hier die 2te Rockenſaat verſtehe, an den meiſten Orten 2 mal gehackt oder gepflügt. An etlichen Orten bekommt die Länderey dieſes Abſchnitts bei dem magern Rocken auch wohl nur eine und der Hafer da gegen 2 Furchen.