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<en Ländern. übliche Verfahren bewerkſtelligt wor- den, nämlich mit einer Schaufel und einer Schwing- wanne von geflochtenen Zweigen, Die Römer kanne ten auch den Gebrauch des Siebs.
So lange der Getreidebau noch beſchränkt war, verdarb das Korn nicht leicht; allein reiche Crndten ſezten in große Verlegenheit. Man ſann nun auf Getreidebehälter oder Gräben, deren Erfindung in das höchſte Alterthum zurückgeht. Den Bau dere ſelben ſieht man auf der Taf, 5, Fig. 2, Artikel Ercndten, 1. Bd. Die dort gegebene Erklärung ent- bebt uns hier einer näheren Auseinanderjetzung. 70)
Der eiſte, der das Korn als Nahrung genie- ßen wollte, zerfaute es mit den Zähnen, wie es nod) die Wilden mit dem Mais machen. Bald ſuchte man es aber in Mehl zu verwandeln, und es mit Waſſer zu verdünnen, um einen Brey daraus zu bereiten. Alsdann wird man es zwiſchen zwey Stei- nen zermalmt; endlich in einem Mörſer zerſtampft haben, was. dieſe Arbeit ſehr erleichtern mußte. Der Mörſer wird den Urſprung zu einer Mühle mit doppelten kegelförmigen Steinen gegeben haben, welche die einzige im-Ulterthum, wenigſtens bey den Römern gebräuchliche geweſen zu ſeyn ſcheint.(S- Fig. 54, 59, 56.) Man haute aus einem Steinblo> zwey verkehrt gegen einander ſtehende Kegel, wie man in dem Durchſchnitt Fig. 55. ſieht. In den obern ſchüttete man das Korn, das in den untern durch eine kreisförmige Oeffnung fiel, durch welche der leztere mit dem andern coniſchen Stein, Fig. 56. in Ver: bindung ſteht, der unbeweglid) in der Mitte eines kreisförmigen Gefäßes ſtand, in welhen das Mehl fiel. Am obern Theil; der Mühle dienten zwey Hebel zum Umdrehen der Steine. Dieſe Mühlſteine, die man in Frankreich, Spanien und vorzüglich in Jta- lien wieder findet, waren aus ſehr poröſen Lavaarten verfertigt, die zum Mahlen des Korns, theils wegen ihrer Härte, theils wegen ihrer vielen kleinen Lö- <er ſehr geſchi>t ſind,
„Das in Mehl verwandelte Korn diente anfangs
) Des foszes propres a la conservaltion des grains, et de la maniere de les construire, etc. de Pimprimerie royale.
Paris 1819,
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zur Verfertigung der Breye und polenta, dann des Brods ohne Sauerteig, das man unter heißer Aſche bul, ſo lange man die Backöfen noch nicht kannte, Ihre Erfindung begann mit einer Grube in ver Erde, vorin man Feuer anzündete, wie dieß noch bey eims- gen halbciviliſirten Völkerſchaften der Fall iſt.
Wir haben nun den Urſprung der Ackergeröth» ſchaften nachgewieſen und die verſchiedenen Wege ge- zeigt, die man nah und nach einſchlug, um eine ge- ſunde Speiſe aus der Pflanze zu bereiten, welche dem größern Theil der Menſchen zur Nahrung dient, Jozt wollen wir ſehen, wie man aus Weintrauben. das gewöhnlichſte Geträuk bereiten lernte.
Die Weinrebe bot dem Menſchen, im Zuſtande der Natur, ihre Reben an, die mon durch das bioße Stoßen eines LoHs in die Erde, leicht ſoctpflanzen konnte; deren Saft einſt die Freude des Weiſen er- höhen, bey dem rohen Menſchen aber die Fackel der Vernunft verlöſchen ſollte, In den zum Anbau dexr- ſelben günſtigen Himmelsſtrihen, z. B. Spanien, braucht man zur Fortpflanzung des Weins und zur Gewinnung ſeiner Früchte, nur das Inſicument an? zuwenden, das im erſten Bande dieſes Werks unter dem Artikel verſchiedene Art des Landbüus, Taf. 3+ Fig. 8 und 9 beſchrieben worden iſt. Das Beſchnei- den der Weinreben geſchah anfangs eben[o unvoll- kommen, wie ihr Bau. Man bediente ſich dazu deſs» ſelben Inſtruments, womit man das Getreide ſchnitt. Hierauf wurde es umgebogen, und endlich erhielt es Geſtalt und Theile ſo, wie ſie Columeg beſchrie- ben hat.
Die gelinde zuſammengedrückte Weintraube liefert einen für den Gaumen erfuiſ<enden und an? genehmen Saft. Die Erfahrung wird gelehrt ha- ben, daß die Aufbewahrung deſſelben nict nur leicht war, ſondern daß ſie ihm auch Eigenſchaften mittheilte, die ihn für den Seſchma> noch angenehmer machten. Dieſe erſten Verſuche gaben zum Anbau der Weine- rebe und zur Weinbereitung Veranlaſſung. Die er- ſien, in' der Mechanik noch ungeſhi>ten Winzer werden den Saft der Weintrauben durch Zerauet? ſchung mit ſchweren Maſſen ausgepreßt haben. Das Alterthum ſcheint uns den Urſprung dieſer Verrich- tung» in einem Basrelief von griechiſcher Compoſi-


