( moderat yomer. Alteram est genus vulgare. rostrati vectis. Tertium in Solo facili, nec to- to porrectum denrtali, Sed exigua cuspidie in rostro. Latior hec quarto gener, et acutior in mucronem fastigiata, eodemque gladio 5cin- dens Solum, et acie lalerum radices herbarum gecans- I< überſeße dieſe Stelle ſo:„Cs gibt mehrere Arten Pflugſcharen. Die meſſerartige hat eine Schneide, die den zähen Boden, vor ſeiner gänzlichen Zertheilung, erſt öffnet, und die Linie be- zeichnet, welche die Furchen halten müſſen; während die eigentlich ſoy genannte Pflugſchar die Erve hori- zontal abſchneidet. Cing andere Art, und zwar die gewöhrlichſte, hat am Ende eine Art Schnabel oder Hebel; die dritte, die auf leichtem Boden gebraucht wird, iſt nur mit einem Theil des Pflugholzes ver- bunden, und endigt ſim) in eine kurze Spie. Die vierte Art von breiterer und längerer Geſtalt iſt an der Spiße, die in den Boden eindringt, und mit ih- rer Schneide die Pflanzenwurzeln durchſchneidet, ſchr ſcharf.“
Die Ueberſezer und Erklärer haben bey dieſer Stelle Sec) und Pflugſchar unterſchieden, und aus einem und demſelben Dinge zwey ganz verſchiedene gemacht, was offenbar gegen den Sinn und gegen den ÜbSdiu> des Verfaſſers iſt. Plinius ſagt, er wolle die verſchiedenen Arten von Pflugſcharen be- ſchreiben, vomerum plura genera, Er ordnet in die erſte Claſſe das vomer culter, oder die meſſer- artige Pflugſ<ar, deren man ſich zu ſeiner Zo1it be- diente, wie dieß noc< in den romiſchen Staaten der Fall iſt(S. Fig. 39.) Dieſe Pflugſchar hat die Form eines Dreyec>s, deſſen eine Seite krummlinigt iſt, während die gegen die umzuacbeitende Erde lie- gende eutgegengeſezte Seite als ein ſcharfes Meſſer vorſpringt, bey der Spitze der Pflugſchar anfangend, und allmählig bis zu einer Höhe von 8=- 10 Decim. anſteigend. Dieß ſolte der vomer culter des Yli- nius, oder die meſſerartige Pflugſchar ſeyn, die man nod) in dem alten Latium findet, troß der Verände- rungen, welcd'e die aufeinander folgende Herrſchaft der Barbaren in dieſem Lande heibeygeführt bat. Man ſieht ſelbſt Spyuren davon bey Pflügen-mit dem gewöhnlichen Sc<. Wenn das römiſche Meſ-
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ſer am Pflug nicht ſehr tief in die Erde eindrang, fs erleichterte es wenigſtens die Umlegung der durch die Pflugſchar gehobenen Scholle, und vertrat einiger- maßen die Stelle unſeres, den Römern unbekannten Sechs, Die zweyte Art der von Plinius beſchriebe- nen Pflugſcharen iſt diejenige, deren dreye>iger lan- zenformiger eiſerner Theil, den die Römer rostrum nannten, in einen langen S<nabel auslief, Dieſe Vflug- ſchar, die zu den Zeiten des Plinius die gewöhnlichſie war, findet ſich noch an mehreren neuern Pflügen, be- ſonders im Königreiche Valencia(Fig. 40). Seinlänge- rer Theilmißt 6 Decim., und der Schnabel(ro8trum) 2E., Die dritte Gattung glaube ich in einer zu Volterra gefundenen Pſluzſchar und in einem ähnlichen Inſtru- mente, das ich in einer nahe bey St, Didier gelegenen römiſchen Stadt fand, wieder zu erkennen, Die erſtere (Fig. 41) hat 2 Decim. Länge und der Schnabel(ros- trum des Plinius) 1 Decim, Die Breite beträgt 12 Centim,,. und die Die 17 Millim. Das Loch, durch welches es. mit dem Pflugholz verbunden wird, hält 3 Centim. im Durchmeſſer. Die zweyte Pflugſchar (Fig. 42) iſt von dem geſpaltenen Ende an, bis da- hin, wo ſich die Seitenränder gegen einander krüm- men 10 Centim. lang. Die gekrümmten Ränder haa ben eine Höhe von 2-3 Centim. Die Stelle des Plinius ſtimmt ſehr gut mit der Form dieſer Pflug-
ſcharen überein. Die vierte Art Pflugſchar, von der-
Plinius ſpricht, ſcheint mir vollkommen mit der rö»- miſchen übzreinzuitimmen, die(Fig. 28) perſpectiviſch abgeb'löoet wurde, und die hier in der Vorber-Anſicht (Fig. 43) gegeben wird. Ju der That findet ſich bier eine voilängerte Platte, die am Anfang breit,
- am Ende zugeſpizt, und auf den Seiten ſchneivend iſt.
Plinius ſagt bey Beſchreibung des Räder- Pflugs der Rhätiſchen Gallier, daß das. Pflugeiſen die Form eines Spatens hatte, Dieſe fünfte Art Pflugſchar ähnlichte vielleicht der, die Fig. 32 und 37 abgebildet wurden, oder der einer hebelartigen Pflug- ſchar, deren Piatte ſich durch größere Breite am Ende unterſchied.
Der lezte Theil des Vflugs, der nocd) in dieſer Abhandlung über die Pfluggeräthe der Alten zu er- wähnen iſt, wäre der gefrümmte Hintertheil des
-Pflugs, den die römiſchen Schriftſteller mit dem
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