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nur ein Genie auf eine Erfindung dieſer Art gera- then, das eben ſo gut unter andern Umſtänden die Schraube des Urc<imedes oder die Feuerſpritze er- funden vaben würde, Die Fig. 16 unterſcheidet ſich von der Haue(Fig. 6) nur durch die hinzugekom- mene Handhabe, Site iſt nach einer alien Camee ab-
gebildet, die Menetrier inſeinen Simholica Dianzx-
Ephesi& befannt gemacht hat.- Als Sinnbild der Arbeit und des Kunſtfleißes gibt ſie vem müßigen Reichthum Lehren, der blos verzehrt, ohne zu produ- ciren. Man findet auf einer Münze der Stadt Enna in Sicilien, die von Combe bekannt gema<t wurde, einen Pflug von gleicher Art, der von zwey der Ceres geweihten Schlangen gezogen wurde(S, Fig. 17.) YÜliein die Fig. 138, die in einem antiken Grabmal gefunden und von Spon bekannt gemacht wurde, ſtellt einen unmittelbaren Uebergang von der Haue zu dem Pflug dar. Man hat mit dem untern Theile des erſtern eine Deichſel verbunden, die nun einen TL flug darſtellt, der von Thieren gezogen werden kann. Die auf einer Münze von Syrakus dargeſtellte Haue, (Fig. 2) und diejenige, deren ſich die Wilden in Amerika bedienen(Fig. 3) ſind die getreue Darſtellung eines etruriſchen Pflugs, den ich nach einem Basre- lief gezeichnet habe, das ſich in dem römiſchen Colle- gium der Stadt Rom befindet, und das hier unter Fig. 19 zu ſehen iſt. Der einzige bemertbare Unter- ſchied beſteht darin, daß zu dem leztern ein Stück Holz beygefügt wurde, das als Pflugſchar und als Pflugholz dient, ſo wie eine ſehr kurze kreuzförmige Handhabe. Der von Niebuhr bekannt gemachte Pflug, deſſen ſich die Cinwohner von Nieder- Egypten und ihre Nachbarn die Araber bedienen(Fig, 20), ſtellt die Keilha>e dar, an die man eine Handhabe mit einem vpflugbaumartigen Verlängerungsſtüc>k gefügt hat. Man findet ſelbſt in dem Muscum Florenti-
num ein StüFX Onix, auf dem ein Pflug abge-|
bildet iſtz wo der Pflugbaum, die Pflugſchar und die Handhabe aus einem Holzſiuc> gebildet ſind(S. Fig. 21.)
Indien, die Wiege der Elemente aller unſerer Kenntniſſe und unſerer Irrthümer, hat noch heut zu Taze ſeinen alten Pflug mit ſeinen Vorurtheilen bey- behalten. Nur die Form und die Beſpannung zei?
4.)
gen in den verſchiedenen Lagen dieſes großen Län derſtrichs einige Verſchiedenheiten. Der unter Fig. 22 dargeſtellte wurde von einem Braminen gezeichnet, Das Pflugholz, in einer der vertikalen Linie ſich nä- bernden Stellung, an ſeiner vordern Seite mit einer Ciſenplatte, welche die Dienſte der Pflugſchar leiſtet, verſehen, iſt am Cnde des Pflugbaums befeſtigt, wo ſich eine beynahe vertikale Handhabe erhebt, Der Pflug der Araber von dem Stamm Yemen(Fig. 23), der wahrſcheinlich aus einem hohen Alterthum abſtammt, ſiellt gleichfalls die Form einer Haue dar, deren freisformige Biegung zur Aufnahme eines Pfei- lers verlängert wurde, um darauf eine ſenkrechte Handhabe zu befeſtigen, und dir alte Handhabe lei- ſiet die Dienſte des Pflugbaums, Cin in den Denk- mälern von Ober-Cgypten abgebildeter iſt noch heut zu Tage in dieſem Lande gebräuchli<?. Der Pflugbaum bildet mit dem Pflugholz einen ſvißzen Winkel, und hat eine aus zwey Stützen zuſam- mengeſezte Handhabe, die an den beyden Seiten des Pflugholzes, eine vor der andern befeſtigt ſind. Die Querleiſte, dur< welche ſie am obern Theil mit ein- ander verbunden ſind, wird von dem Führer des Pflugs gefaßt, der an der Seite geht(S. Fig. 24.) Man bedient ſich in Nieder-Cgypten noch eines aus- dern Pflugs, der einige Aehnlichkeit mit dem Aray- biſchen und dem Perſiſ<hen hat, von dem id) ſogleich ſprechen werde, Er hat zwey neben einan- der ſiehende am Ende des Pflugholzes befeſtigte Stü- ben. Das leztere iſt mitdem Pflugbaum durc) einen eiſernen Zapfen verbunden.
Wir wollen hier die Beſchreibung des per- ſiſchen Pflugs(Fig. 253) mittheilen, die uns von Herrn Michaux, dem Bater, mitgetheilt wurde, der ihn in der Gegend von Crzerum gezeichnet hat. Er unterſcheidet ſich von den indiſchen und arabiſchen Pflügen darin, daß er eine aus zwey Stüten zuſam» mengeſezte Handhabe, wie der Egyptiſche zeigt, wäh» rend bey den zwey andern die zweyte Stüße kürzer iſt, und blos die Beſtimmung bat, den Pflugbaum an dem Pflugholz feſt zu halten. Dieſer Pflug be- ſieht aus einem 50 Centim, langen und 13 breiten Pflugholz. Dieſes iſtan ſeinem obern Theile etwas ge- | wölbt, Die Pflugſchar hat inihrer ganzen Länge 22Cen-
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