Teil eines Werkes 
Zweyter Band (1823) [Zweyter Band]
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AufloFerung des Bodens angewandt, ſo hieß es 3ar- coulus hicornis, Wahrſcheinlich hatten die Mens- ſchen, ehe ſie noc) den Gebrauch der Metalle kann- ten, ihre Hauen aus breiten, platten Holzſtücken zu- gerichtet; die ſie alsdann ſpäter, nachdem ſie den Gebrauch der Metalle erlernt, am Ende mit Ciſen beſchlugen, wie aus der Fig. 13 erhellt, die eine Haue darſtellt, wie ſie bey der Bodenbearbeitung in einigen Cantonen China's gebraucht wird. Der Pflug erhiclt ſpäter eine eiſerne Pflugſchar, und die Griechen verdankten dieſe Erfindung. der Ceres. Prima Ceres ferro in Greciam vertere, in ter- ram instituit.

Nachdem die Menſchen lange genug den Boden mit einer Hacke, oder mit einem hakenartigen Zweig bearbeitet hatten, bemerkten ſie, daß die Arbeit mittelſt eines breiten und platten Holzſtu>s viel ſchneller von ſtatten ging. So entſtand der Spaten, der bey den Römern ungefähr zu dem gleichen Zu- ſtande von Vollkommenheit gelangte, in dem wir hn gegenwärtig ſehen, wie Fig. 14 zeigt, die den in dem Srabe eines Chriſten aus dem erſten Jahchun- dert genommenen, und von Fabretti bekannt gemad»- ten, abbildet. Da ſich das Holz ſchnell durch die be- ſtändige Reibung am Boden abnüzt, ſo verſuchte man, nachdem der Gebrauch der Metalle bereits bekannt war, das Ende dieſer Schaufel mit einer Cifenplatte zu beſchlagen, und bildete dadurch ein Inſtrument, das demjenigen ähnlich iſt, deſſen man ſich noc<4 gegenwärtig bedient, und das in diefem Werke unter dem Artikel Sd aufeln, 4. Tafel, Fig. 1, abgebildet iſt. Bald ſah man aber ein, daß es noch vortheilhafter ſey, die ganze Platte aus Ei- ſen zu verfertigen, und man gab ihr die Form, wel- <e mit dem wenigſten Material doh den Zwe>X am beſten erreichte. Man ſch:niedete daher halbmond förmige Platten von der Art, wie ſie noch gegenwär- tig bey den Negern von Guinea im Gebraude ſind(S, Fig. 15.)

Nachvem ſic) der Menſ< eine Zeitlang der Keil- hade, Haue und des Spatens bedient, und zu glei- <her Zeit die Zähmung d28 Pferds und des Ochſens zu Stande gebracht, und ſie zu Arbeits-Gohülfen be- ſtimmt hatte; machte er nun auh den Verſuch,

einen Theil der mit der Bodenbeäcbeitung verknüpfs- ten Beſchwerden von ihneu tragen zu laſſen. Die Egyptier, die Griechen und die Nömer nennen die Oſiris, Tripternes, Bacchus, Buzyges, Ceres, Mi- nerva, Pallas u. ſ. w. als Urheber dieſer glückli- <hen Erfindung. Allein alle dieſe von der Einbil- dungskraft der Dichter erſchaffenen Erfinder gehören zu den ſabelhaften Weſen, und zu den Verkehrthei- ten, womit die Dichtkunt dem menſchlim<en Ver- ſtande zu nahe getreten iſt. Weit beſſer hält man ſich an Servius, der ſagt,daß der Gebrauch des Pflugs überall auf der ganzen Erde, nicht von ein- zelnen Menſchen, ſondern an verſchiedenen Orten von verſchiedenen Perſonen gelehrt wurde, Non unus aratrum in toto orbe monstravit, Sed diversi in diversis loc1s.

Erwägt man den Gang der menſchlichan Erfin- dungen, ſo leuchtet ein, daß die erſien Pflüge aus einem umgefrümmten Baumzweig verfertigt wur- den. Allein auch die Geichichte hat uns die Wahr- heit dieſer Thatfache bewährt, Strabo erzählt, daß die Albanier, ein Volk, das die weſtlichen Küſten des kaſpiſchen Meeres bewohnte, zu ſeiner Zeit den Boden noch mit keiner eiſernen Pflugſchar bearbeis- teten, ſondern ſich eines Holzſtücks als Pflug be- dienten. Volney berichtet, daß der gleiche Ge- brauch noch in einigen Cantonen von Syrien ſtattfin» vet, einem Lande, das ſonſt ſo blühend war, und durch Deſpotigemus und religiöſen Fanatiömus wie- der in die Kindheit menſchlicher Kultur zurückgzetre- ten iſt. Die erſten Eifinder beſpannten daher den Haken mit Thieren(S. Fig. 2 und 6), den ſie zuvor blos mit der eignen Hand geführt hatten, Sie ſahen bald ein, daß man ihn noch leichter wyrde leiten können, wenn man an dem hintern Theil eine Handhabe anbrächte. Wie vieler Jahrhunderte be- durfte es aber nicht, um zu die'er Sntde>ung zu g2- langen! So viel wiſſen wir, daß dieſes Mittel, deſſen Uusfindung uns ſo einfach und leicht erſcheint, nicht immer zur Ansſührung kam. Denn es gibt mehrere Denkmäler des Alterthums, wo die Pflüge keine oder nur oine ſehr unvollkommene Handhabe haben. Wo gänzliche Unwiſſenheit in al!en Könſten herrſcht, und der Menſch nur noh höchſt wenige Dinge kennt, kann