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Arbeit wird dadurch beſchleunigt, weil nun ein ein-
einer Achſe befeſtigten Schlagbaum. Man
ziger Menſc<h im Stande iſt, zwei Eimer auf ein-; bedient ſich deſſelben in Biscaya, wo man Woſſer
mal herauf zu ziehen, oder weil zwei Perſonen zu gleicher Zeit dieſe Arbeit nöthigenfalls verrichten konnen. Die beiden Cimer müſſen in einer glei- <en Entfernung von dem Ende des Schlagbaums anbefeſtigt ſeyn.
Fig. 6. Ziehbrunnen mit einem auf Jeunte Fig. 1. Ein Handwäſſerungsrad. Man
errichtet dieſe Wäſſerungsräder unter Umſtänden, wo man keiner großen Menge Waſſers bedarf. Das hier dargeſtellte reichte zu dex Bedürfniſſen einer Fayence- Fabrik im Königreich Valencia hin. Cs beſteht aus einem Trilling, der auf zwei Pfſo- ſten umgedreht wird, und der ſeine Bewegung einem gezähnten Rad mittheilt, Der Baum hat an einem ſeiner Enden das Rad, worauf die Gefäße, welche das Waſſer ausſchöpfen, ſic) drehen, und ſeine Achſen ſind von zwei Pfoſten mit hölzernen Wider- lagen unterſtüzt. Die Gefäße von Blech haben 2 Decim, Tiefe, und ſind zwiſchen zwei Stricken mit- telſt eines kieinen Henkels angefügt, Cin auf zwei Pfeilern ruhender hölzerner Trog dient zur Auf- nahme des Waſſers aus dieſen Gefäßen. Dieſe kleine, ſehr einfache, und wenig Aufwand verurſa:* <ende Maſchine kann zum Nuten für den Bedarf eines Pachthofs angewandt werden, Sie iſt hin- reichend hoh, daß der Arbeiter, der die Handhabe in Bewegung ſezt, mit dem Kopf nicht an den Baum ſtößt, der die Räder trägt.
Fig. 2- Eine Dämmungsplatte., Dieß iſt eine eiſerne Platte von 5 Decim. Breite, deren man ſich im obern Wallis zur Ableitung des Waſ- ſer8 aus Gräben auf eine beſtimmte Strecke von Wieſen bedient, Zu dem Ende ſchiebt ein Arbei- ter mit Kraft das Inſtrument, das er mit einer Hand hält, ſo durch den Graben, daß das in ſei- nem Lauf unterbrochene Waſſer nun auf die Wieſe einſtrömt. Wenn ein Theil gehörig bewäſſert iſt, ſo hebt man die Plattd wieder empor, indem man ſie an dem Seiten- und obern Handgriff faßt. Man verfährt nun ebenſo an einem andern Theil des Wäſſerungsgrabens, um allmählig die ganze Wieſe zu bewäſſern.
Fig. 3. Eine Art Haue bei Anlegung von Wäſſerungsgräben. Man bedient ſich dieſes Inſtruments im Wallis auch zur Abſchnei- dung der Raſen an Stellen, wo man Wäſſerungs- gräben anlegen wil,-Der obere Theil des Inſtcu- ments dient alsdann zur Hinwegnahme der Raten. Der untere Theil hat 17 Centim. Breite; und 11
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| in geringer Tiefe findet,
Der Schlagbaum ruht auf einem Querbalken, der ſich frei in zwei Löchern dreht, die an dem obern Theil von zwei in die Erde eingeſenkten Pfoſten angebracht, und gegen die Mitte ihrer Höhe noch durch einen andern Quer- balken mit einander verbunden ſind,
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Höhe. Das Ciſen des obern iſt 12-23 Centim« lang.
Fig. 4- Cin Waſſerrad an einem Schlag- baum zum Erheben des Waſſers. Dieß iſt ein großes in ſeinem Umkreiſe mit Schaufeln be- ſeztes Rad, an denen Waſſergefäße befeſtigt find, wie bei dem Buchſtaben A zu ſehen iſt. Das Rad ſelbſt wird zwiſchen zwei Balken am Ende derſelben gehalten. Dieſe Balken ruhen ſchwebend auf einem in einer Mauer befeſiigten Pfoſten, wo ſie durch einen Na- gel in gleicher feſter Richtung erhalten werden. Cin in den Fiuß zwiſchen den beiden Balken eingeſenk- ter Pfoſten B dient dazu, das Rad nad dem ver- ſchiedenen Waſſerſtand bald höher, bald niederer zu ſtellen, oder die Maſchine auch ganz ruhig zu ſtellen, vder wieder in Bewegung zu ſeßen. Wenn man das Rad höher ſielen will, ſo beladet man das enigegengeſezte Ende der Balken C mit ſchweren Steinen. Will man das Rad wieder in den Waſ- ſerſtrom tauchen laſſen, ſo hebt man die Steine ab, Man befeſtigt das Rad bei dem Grade der Höhe, in dem es ſich befinden muß, mittelſt eines Sto>s, den man in die längs des Pfoſiens angebrachte Löcher einſchiebt, Der mit einem Pfeil angedeutete Waſſerſirom ſtößt gegen die Schaufeln des Rads, dreht daſſelbe, ſo daß ſich nun die Gefäße füllen, und das Waſſer in einen auf der Mauer angebrach- ten Trog E entleeren. Die beiden Balken müſſen nod) nahe in dem Umkreiſe des Rads durc) einen Querbalken, und durch drei oder vier andere, die
| zum Tragen der Steine dienen, vereinigt und feſt
zuſammengehalten werden. JIc< habe dieſe Maſchine im Tyrol über einen Fluß hin geſehen, über den ich nicht ſezen konnte; daher ich verhindert war, die verſchiedenen Maße der zuſammenſeßenden Theile derſelben aufzunehmen. Das Rad ſchien mir 7=8 Meter Durchmeſſer zu haben. Die ECin»- fachheit dieſer wohl ausgedachten Maſchine, die Leich- tigfeit, und Oekonomie ihrer Verfectigung verdie- nen die beſondere Aufmerkſamkeit von ſolchen Land- wirthen, die in der Lage ſind, Vortheile daraus zur Bewäſſerung ihrer Wieſen zu ziehen,


