€ AI) Wäſſerungen.
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Tig. 1. Ein Ziehbrunnen mit einem durch eine Kette an einen Pfeiler anbe- feſtigten Schlagbaum, Dieſe Art Waſſer zu ſchöpfen iſt, vorzüglich wenn es nicht ſehr tief iſt, ſehr bequem und ſchnell, Der Schlagbaum, der au ſeinem untern Cade ein Gewicht haben muß, iit mit einer Kette an den Pfeiler befeſiigt; das entgegengeſezte Eide muß vertikal auf den Brun- nen ſallen, damit die Stange mit Leichtigkeit ſich ſenkten kann. Dieſe Art iſt in Caſtilien und in an- dern Ländern gewöhnlich.
Tig: 2. Ein Balken mit! einem" Fba- ſchenzug zum Aufzieljen des Waſſers. Dieſer in der Erde befeſtigte, und gegen den Rand des Ziehbrunnens geſtüzte Balfen iſt an ſeinem obern Theile mit einem Flaſchenzug verjehen, mit deſen Hälfe man das Waſſer aus einem Ziehbrun- nen erhebt. Man trifft dieſe Einrichtung mehrfach auf dem Lande an.
Fig. 3. Art der Errichtung eines Ziehbrunnens. Man bildet mit ſehr dien Bretern eine kreisförmige Grundlage, worauf die Maner des Ziehbrunnens zu ſtehen kommt. Nach- dem an der Sieile, wo man ven Brunnen graben wil, dieſer Grund gelegt iſt, ſo baut man nun darauf bis zu der Höhe von einigen Decimetern, Man gräbt alsdann den Brunnen, ſowohl innen, als un- ter der kreisförmigen Grundlage, ſo daß ſich leztere amählig durch das auf ſie gelegte Gewicht ſenkt. Man fährt vann fort, ſowohl die Mauer zu exr- bauen, als den Boden auszugraben, bis der Brun-
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Fig. 1. EinZiehbrunnen mit einemRade,
und einem Faß. Man ſchöpft das Waſſer durch Umdrehung eines Wagenrads, das man an das Ende einer Achſe angefügt hat, an deren Mitte ein Faß angebracht iſt. Die Achſe dreht ſich auf zwei gobelförmigen Pfoſten.- Dieſe Vorrichtung findet man in dem Departement der Gironde,
Fig. 2« Cin mit Dielen umgebener Ziehbrunnen, Wenn das Waſſer in ſandigem Grunde nicht ſehr tief iſt, ſo unterſtüzt man die Erde mit Dielen, die man in Furchen einſchiebt, die an vier in die Örde verſenkten Pfoſten ange- bracht ſind.
Fig. 3. Eine hölzerne Waſſerpumpe mit einer Kugel als Klappe. Man bringt in den Körper einer Pumpe in geringer Entfernung
non geendigt iſt. Dieſes ökonomiſche Verfahren iſt in Schweden beobachtet worden.
Fig. 4. Ziehbrunnen mit einem Schlag» baum. und mit.unterhroc< ener Sttnge. Er“unterſcheidet ſich von dem Nro. 1. durch den gabelförmigen Pfoſten, der den Schlagbaum unter? ſiuzt, und durch die aus drei Theilen beſiehende und mittelſt Kettengelenten vereinigte Stange. Man bedient ſich der leztern Vorrichtung, wenn man wegen Tiefe des Waſſers genöthigt iſt, eine be- trächtliche Länge von einer Stange anzuwenden, Da nun dieſe nicht vertikal in den Brunnen ſinken könnte, wenn ſie aus einem einzigen Stücke beſtände, ſo mußte ſie, um die noöthige Neigung zu gewin- nen, in mehrere Stücke abgetheilt werden. Die drei Stangen halten mit den Ketten eine Länge von 13 Metern, und der Pfoſten von 7.
Fig. 9. Ein birnförmiger Waſſerei- mer. Er iſt aus Dauben verfertigt, die mit eiſer- nen Reifen zuſammengehalten ſind. Ex hat eine Schnauze von CEiſenblech, zum Ausgießen des Waſ- ſers, und einen Henkel an der Seite zum Neigen des Gefäßes, und einen andern zu Anhängen, wenn man Waſſer ſchöpfen will, Er iſt feſt und bequem zum Transport. Man bedient ſich deſſelben in der Ge- gend von Bordeaux.
Fig. 6. Waſſereimer mit einer Hand» habe, Dieſe erleichtert das Schöpfen des Waſ- ſers, wenn es nicht ſehr tief iſt, VWean bedient ſich
deſſelben in der Schweiz.
70-13-0516 unter dem Stempel eine koniſche Verſchmälerung, | Fig. 5, an, die genau mit einer Bleikugel zuſam- | menpaßt, ſo daß das Waſſer die Kugel zurückſtößt, | und ſich einen Durc<gang durch die Oeffnung bahnt, | wenn es durch den Stempel aufgezogen wicd; wäh»- | rend die Kugel wieder durch ihr eigenes Gewicht | zurückfällt, wenn das Waſſer durch den Stempel niedergedrückt wird. Der Durchgang iſt alsdann | geſchloſſen, und das Waſſer genöthigt, durd) das äußere Brunnenrohr ſeinen Austritt zu nehmet. Dieſe Art von Pumpe bedarf weniger Reparaturen, und entſpricht dem Bedurfniß eines Pachthofs. Man trifft dieſe Einrichtung aun mehreren Orten. Fig. 4: Doppelter Schlagbaum, um Waſſer zu ſchöpfen. Man bedient ſich dieſer Einrichtung in Piemont fär die Wäſſerungen, Dis
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