„ 25
dort beſtanden haben, die von Quellen und Bächen hes wäſſert waren, daß aber die vielen, Jahrhunderte nah einander ſich hier folgenden und von Oſten nach Weſten ziehenden verſchiedenen Völkerſchwärme das Land ends lich kahl gemacht haben. Seit der Zeit iſt es dürr und unfruchtbar geworden an den meiſten Stellen und arm an Quellen und Regen. Die Alten haben uns Wunder erzählt von der Fruchtbarkeit Siciliens und Sardiniens vor 2200 ja noch) vor 1800 Jahren, und daß die Cr- giebigkeit Siciliens erſtaunlich war, können wir aus der Größe ſeiner Städte und der Menge ſeiner Menſchen ſchließen; zeßt aber iſt das"alles anders. Der Grund iſt, man hat die Wälder auf den Berghöhen zerſtört, die jekt faſt allenthalben mit ihren traurig einförmigen Glaz Ben da liegen; jeßt liegt faſt das ganze Land kahl da, gußer der Gegend um den Aetna. Die Regen des Him» mels kommen viel ſeltener, weil ihre Anzieher, die Bäu- me, fehlen; viele Bäche und Quellen ſind verſiegt, die ſonſt mit ſegnender Fruchtbarkeit in die Ebenen hinab rieſelten; nur um die Flüſſe und in den tiefſten Thälern iſt noch die Spur jener geprieſenen alten Zeitz viele Fels der und Höhen aber, die ſonſt mit Weizen und Reben und Fruchtbäumen bede&t waren, werden jeßt nur von einigen mageren Schaafheerden beweidet, Und damit alles in Uebereinſtiimmung ſey, auch der Menſd) iſt ſchlechter und ſchwächlicher geworden, wie die Natur. Aehnliches iſt mehreren Landſchaften Spaniens wider- fahren, 3. B. den beiden Kaſtilien und Cſtremadura und einem großen Theile Arragoniens und Granadas. Gez


