Teil eines Werkes 
[Hauptband] (1819)
Entstehung
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No. 5. Baumblätter als Futter für das Vieh.

In Italien, beſonders in dev Landſchaft Perugia, welche die Stadt Rom, mit dem vorzüglichſten Rindfleiſche verſorgt, verläßt man ſich faſt einzig auf dieſe Fütterung(nehmlich von Baumblättern,) weil das Heu dort ſehr ſelten iſt, und der Rübenbau äußerſt ſchlecht betrieben wird. Um recht viel Blätter zu gewinnen, läßt man ſogar die Weinſtö>e, die man ſonſt, um beſſere Trauben zu erhalten, niedrig zu halten pflegtan den Bäumen in die Höhe wachſen, und verliert lieber die Trauben. In der Lom- bardei pflanzt man Rüſtern, in Neapel Pappeln, um Blätter zu gewinnen.

Die Blätter der Eſchen ſammelt man ſ prgfälz tig, den Ahorn ſchäßt man wegen ſeines ge* ſchwinden Wuchſes, und wegen der Größe ſeiner Blätter- und auch die bittern Eichenblätter ſam- melt man, weil. ſie mit andern vermiſcht, begie- rig von dem Viehe gefreſſen werden.

mene

Nun wird die Aufbewahrungsart für den Winter

erzählt, und dann heißt es weiter:

Das Hornnvieh frißt ſie mit unglaublicher Be- gierde, und die Schafe noch lieber.