Teil eines Werkes 
[Hauptband] (1819)
Entstehung
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Es gieht in Italien kein tro>nes Futter, welches von Rindvieh und Schafen ſo gern ge- freſſen wird, als ſolche wohl erhaltene Baum? blätter, auch) werden ſie ſehr geſchwind. davon fett, wenn man ihnen nur hinlänglich davon geben kann.

Dieſe eben beſchriebene Gewohnheit war ſchon bei den alten Römern eingeführt. Cato der ältere(de re rustica 6. CV. 51.) emz- pfiehlt die Sammlung der Blätter im Herbſie zur Fütterung der Schafe. Virgil ſpielt oft auf dieſe Fütterung an,'und Horaz ſeßt ſie als bekannt voraus.

Columella iſt in Beſchreibung dieſes Fut- ters am genaueſien, beſtimmt deſſen Güte und Beſchaffenheit, und ſagt, daß zwanzig Maas (40 Berliner Meßen) getronete Blätter dreißig Pfunden Heu an Nahrhaftigkeit gleich geſchäßt werden können. Auch in Frankreich iſt dieſer Zweig der Landwirthſchaft früh benuet worden, ſchon unter Heinrich dem Vierten ſchien es eine eingeführte Gewohnheit zu ſein. Man ſammelt hier aber blos die Blätter der Buchen, und alle diejenigen, welche nicht ſchwammig ſind, troFnet ſie, und ſucht ſie vor Feuchtigkeit zu bewahren. Zu Carls des zweiten Zeiten war es au in England üblich, das Vieh mit Blättern von Rüſtern zu füttern, und ein Shrift-