Teil eines Werkes 
[Hauptband] (1819)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

45 wächs die Nahrungsſcoffe nicht mehr in jener Verbindung findet, in welcher es. ſich dieſelben aneignen, folglich wachſen und gedeihen kann; ſo.läßt ſich. wahrlic) nichts beſſeres erwarten,

als daß bei der oben angegebeneu Art vorzuge- hen, neue Weingarten auf der Stelle der alten angelegt, nicht mehr fortfommen, denn mehrere Jahrhunderte ſchon werden dieſe von unſern Vorfahren ſo gut gewählten Gebirge ausſchließ- lich zur Weinerzeugung verwendet.

Was Wunderalſo, wenn hier dieſe Erſchöpfung vder dieſe Störung des nöthigen quantitativen Verhältniſſes der Nahrungsſtoffe eintritt.

Der Verfaſſer empfiehlt nun das Rajolen des Bodens 2 bis 5 Fuß tief, um die Weinſto>e in friſche Erde zu bringen. Uns intereſſirt nicht dieſe Anweiſung, ſondern lediglich die Thatſache, daß in zener Gegend überall nur eine Stimme darüber herrſcht, daß die WeinſtöFe im alten Lande auf den deſten Standorten nicht'gedeihen, während ſie in der nämlichen Gegend auf unange- meſſeneu Standorten, aber bei neuem Bo- den, gedeihen, und dieſe Thatſache dient wenigſtens den obigen Gründen für den angezogenen Satz zu einer nicht unwichtigen Stüße,