Teil eines Werkes 
[Hauptband] (1819)
Entstehung
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ausgeübt wird; als bis jene groß genng find. Daß aber eine ſolche Huthung unvergleichbar beſſer ſeyn müſſe, als in den gewöhnlichen Wäldern, iſt unverkenn= var. Am wichtigſten find jedoch ſolche Huthungen für die Schäfereien. Dieſe erhalten die vortrefflichſte und geſundeſte Weide, ohne daß die Schaafe ihre Wolle'au den Zweigen abſtreifen, wie es in den geſchloſſenen Waldungen geſchieht, und der Nutzen, welcher für unz ſere Schäfereien aus der Baumfeldwirthſchaft entſprin- gen muß, iſt nicht zu berechnen!

2. Man iſt aber rüFſichtlic) des Viehſtandes gar nicht auf die bloße Grasnußung beſchränkt, ſon- dern erlangt auch ein ſehr reichhaltiges gutes und ge? fundes Futter von dem Bau mlaube.

Ueber die große Nützlichkeit des Baumlaubfutters findet bei Unterrichteten nicht der mindeſie Zweifel ſtatt. Viele ökonomiſche Schriftſteller haben ſchon längſt die Bortrefflichkeit deſſelben herausSgehoben, wie die Beiz kage Ng. 5beweiſ't. Daß dieſes Futter demohnge= achtet nicht allgemeiner eingeführt ift, liegt blos darin, weil man bisher nicht wußte, wo man es ohne Nach- theil für die Bäume hernehmen ſollte. Die Baumfeld- wirthſchaft hebt dieſes Hinderniß- Die im freien Stande erzogenen Bäume bekommen viel Yeſte, und es iſt oben ſchon-geſagt/ daß Ausſchneidelungen geſche- hen ſollen. Nehmen*wir nun die überflüſſigen Aeſte mit der gehörigen Vorſicht ab,' ſo werden zweierlei Zwee zugleich erreicht, nämlich die Reinigung dex Bäume und die Gewinnung des Laubfutters,