Teil eines Werkes 
[Hauptband] (1819)
Entstehung
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SEE BEEET

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der gute Boden verraſet, der ſchlechte verödet und ver- wildert.

Anders iſt es bei unſern Baumfeldern. Hier wird der Boden bearbeitetz je mehr aber dieſes ge- ſchieht, je mehr man ihn auflo>ert, das Unfraut zer? ſtört und die Erde umwendet, Luft und Sonne, Froſt und Wärme, Regen und Schnee darauf wirken läßt: ze beſſer wachſen die Pflanzen darin, wie jedem Land- wirthe bekannt iſt*).

Ein Wald freilich, aus dem mau nichts nimmt, ſondern alles zuſammenfaulen läßt, bekommt immer beſſern Boden, Ein Wald hingegen, aus dem man immer nimmt, wird endlich erſchöpft, ſelbſt bei der beßten Forſtwirthſchaft. Der Boden ſinkt wenigſtens bis zu einem mittlern Grade der Fruchtbarkeit herab. Dieſen mittlern Grad aber, bei dem die gewöhnliche Forſtwirthſchaft den Boden durch den Schluß des Holz

. zes zu erhalten im Stande iſt, den können wir auch

durch die Bearbeitung des Bodens nicht blos erhalten, ſondern ſogar hervorbringen, wo er nicht iſt.

In dem geſchloſſenen Walde wird der Boden ge- düngt durch den Abfall der Baume; das bearbeitete Land wird gedüngt durch die Luft. Die Luftdüngung iſt bei einem Boden, der lange Zeit Wald war, oft

werner

*) Der Flugſand ma<t eine Ausnahme z ein ſolcher Boden iſt niht dur< Umarbeitung zu verbeſſern, ſondern wird dadurch verſchlimmert. Von einem ſolchen Boden kann aber auch in vorliegendem Falle nicht die Rede ſeyn.