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Meine Ansicht der Statik des Landbaues im Jahre 1817 mit angehängten in späteren Jahren hinzugekommenen Anmerkungen / Caspar von Voght
Entstehung
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Die Wirkung des Sandes auf den Lehmboden und des nicht kalkhaltigen Lehms auf den Sandboden kann wohl nur dann von Bedeutung ſeyn, wenn eine ſo viel groͤßere Quantitaͤt Duͤnger das Uebel wieder gut macht, welches der aufgefuͤhrte rohe, todte oder kalte Boden her⸗ vorbringt.

en 5 Anders iſt es mit dem 25 bis 30 pEt. kalkhaltigen gel nuͤtzlich Thon oder Kalkmergel. Ich habe nur Thonmergel, der, Weie andn wenn ich minder ſtark duͤngte, auf meinem lehmartigen nunen dehe Boden mir wirklich geſchadet haben wuͤrde. Ich habe auf ſich bewieſen meinem durch lange Duͤngung und Bearbeitung in ſteter habe. Thaͤtigkeit erhaltenen Boden nie einen ſehr bedeutenden Nutzen des Mergelns anders als auf moorigen und ſandi⸗ gen Stellen, die ſich wohl auf meinen Koppeln finden,

dann aber in einem ſehr hohen Grade geſpuͤrt.

Unter meinem leichtern Boden liegt der Mergel lei⸗ der! zu tief.

Auf den mehrſten Holſteiniſchen, Schleswigſchen und einigen Meklenburgiſchen Guͤtern iſt die Wirkung des Mer⸗ gels gar groß geweſen; dadurch allein iſt auf Theile dieſer Guͤter der Rapſaatbau moͤglich geworden.

Dieſe Wirkung wird erklaͤrlich, wenn man bedenkt, daß bey der Koppelwirthſchaft die langen Jahre der Dreeſch⸗ weide und der auf die Braache gebrachte Duͤnger, dem Lande ſeit undenklichen Zeiten ſo viele, mehr und minder unzerſetzte Nahrungstheile der Pflanzen gegeben haben, daß dieſe durch das bloße Braachpfluͤgen nie haben gehoͤrig entwickelt werden koͤnnen. Dieſen lange geſammelten Schatz entwickelt der Mergel, indem ſeine phyſiſchen und chemiſchen Eigenſchaften die Textur des Bodens dahin veraͤndern, daß Luft, Licht, Waͤrme und Feuchtigkeit theils die Auf⸗ loͤſung dieſer Nahrungstheile beſſer befoͤrdern koͤnnen, theils den Pflanzen ſelbſt mehr Nahrung geben, es ſey durch An

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