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Meine Ansicht der Statik des Landbaues im Jahre 1817 mit angehängten in späteren Jahren hinzugekommenen Anmerkungen / Caspar von Voght
Entstehung
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Wichtigkeit; denn es kann doch nur vom Durchſchnitte der Erndten die Rede ſeyn, die ſich vielleicht in einer Periode von 7 Jahren ſo ziemlich ausgleichen moͤchten; ferner kommt es hier nicht auf den unerreichbaren Zweck an, im Voraus den Ertrag der Erndte zu beſtim⸗ men, ſondern zu beſtimmen, welche Erndte man ſich bey einer nicht ſchaͤdlichen Witterung zu verſprechen, ein Recht habe.

Endlich laͤßt ſich vielleicht eine Graͤnze ausmitteln, wie tief auf einem gegebenen Felde der Ertrag bey unguͤn ſtiger Witterung fallen, bey einer guͤnſtigen ſteigen koͤnne, woraus ſich denn ein Durchſchnitt ergeben wird(12). Von außerordentlichen Zufaͤllen, z. B. Hagelſchlag, Roſt⸗ thau, Honigthau, Maͤuſefraß u. ſ. w., kann uͤberdies hier nicht die Rede ſeyn.

Auch trifft; der Einwurf nicht, daß der Landmann verleitet werden koͤnnte, auf ſeine Felder eine Norm an⸗ zuwenden, die nicht fuͤr ſie paßt, weil das Folgende gar deutlich zeigen wird, wie die Regel fuͤr jeden Boden anders zu modiſiciren ſey, und lehren wird, wie nur die genaueſte Kenntniß des eigenen Bodens, und fruͤhere Erfahrungen, die Anwendung einer, von irgend Jemanden gegebenen Norm, moͤglich machen koͤnne.

Daß bey den erſten Vorausſetzungen hier manches willkuͤhrlich angenommen werden muß, und daß die Hypo⸗

(1*) Ao. 1821. Es iſt wirklich' durch die Beſtellung' von 10 bis 12 Feldern mit derſelben Frucht in demſelben Jahre moͤglich geworden, den Einfluß der Witterung auf den Wachsthum der Pflanzen und alſo auf den muthmaß⸗ lichen Ertrag, genau genug zu beachten, um die Wir⸗ kung dieſer allgemein auf alle Felder wirkenden elima tiſchen Urſache von denjenigen zu trennen, welche in der Beſchaffenheit jedes einzelnen Feldes oder in deſſen verſchiedener Behandlung ihren Grund hat.