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Meine Ansicht der Statik des Landbaues im Jahre 1817 mit angehängten in späteren Jahren hinzugekommenen Anmerkungen / Caspar von Voght
Entstehung
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theſe der Beſtaͤtigung durch Erfahrung gar ſehr beduͤrfe, iſt wahr. Aber es iſt auch wahr, daß man hoffen darf, das, was in den Grundſaͤtzen hypothetiſch iſt, durch nicht genug zu empfehlende Verſuche, durch mehrere Landwirthe an mehreren Orten gemacht, nach und nach auf das, was in ihnen gewiß iſt(es ſey wenig oder viel), zuruͤckgefuͤhrt zu ſehen. Dieſe Periode ſey nun nahe oder entfernt, ſo iſt ihre Unerreichbarkeit doch nicht ſo erwieſen, daß der Ver⸗ ſuch, ſich ihr zu naͤhern, ſich nicht rechtfertigen ließe.

Alles iſt indeſſen nicht Vorausſetzung; manches be⸗ ruht auch auf Erfahrungen und auf chemiſche Analyſe.

Die Gefahr des Irrthums bey der erſten Zahlen-An⸗ nahme iſt endlich ſo groß nicht, weil das Reſultat doch auf Verhaͤltniße beruht, die alle aus denſelben Voraus⸗ ſetzungen entwickelt werden und daher unter ſich eine rela⸗ tive Wahrheit haben(13).

Man koͤnnte und man wird ſagen, daß die Arbeit, die angenommenen Grundſaͤtze auf eigene Felder und Saa⸗ ten verſuchsweiſe anzuwenden, um aus dem Reſultate, auf eigene, fuͤr dieſe Felder paſſende Vorausſetzungen gefuͤhrt zu werden, fuͤr den gewoͤhnlichen Landmann zu weitlaͤuftig und zu muͤhſam ſey.

Waͤre dem ſo, ſo liegt doch noch kein Grund darin, der den thaͤtigen und intelligenten Landmann abhalten ſollte, ſich mit einer Arbeit zu beſchaͤftigen, die auf allen Fall ihn mit den Eigenheiten jedes beſondern Feldes genauer be⸗ kannt machen wird. Aber dem iſt nicht ſo; denn was man von dem Landmann verlangt, ſind weder chemiſche noch phyſiſche Verſuche(deren Gefahr fuͤr den Landwirth ich ſehr wohl kenne), noch algebraiſche Berechnungen(wie

(*³) Man kann es nicht oft genug wiederholen: Nur durch das Verhaͤltniß zu einander erhalten ſie Bedeutung, und eine, noch durch gar vieles bedingte Guͤltigkeit.

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