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aus dem Malz vom Himmelkorne brauet 29). Das Stroh davon hat man auch eben so tauglich zur Fütterung gefunden, als andres Gerstenfroh.
Die Wintergerste wird viel in den schleswigschen und hollsteinischen Marsch⸗ ländern gebauet, wo man folgende Erfahrung von ihrem Bau und ihrer Benutzung hat:
1) Daß sie einen fetten und wohlbearbeiteten Boden erfordert, daher sie an den meisten Orten nach der Rübsaat gesäet wird, wozu das Land 7 bis ꝙmal durchgepflüget worden.
2) Daß sie Anfangs Septembers oder spätestens 14 Tage vor Michaelis, und so viel möglich, bey trocknem Wetter gesäet werden muß. Ein zu nasser Herbst, und ein darauf folgender strenger Winter thun ihr großen Schaden, so daß sie jezuweilen fehlschlägt. Man säet sie in den Marschen daher auch nur auf dem höhern Lande, wo sie nicht so sehr dem stehenden Winterwasser ausgesetzt ist.
3) Daß sie ein feineres Stroh und besseres Futter als die Sommergerste giebt.
4) Daß sie insgemein mehrfältig trägt als die Sommergerste, das Korn schwe—
rer ist, und größere Grütze, mehr Mehl und besser Malz giebt, auch sie all— zeit höher im Preise steht als diese. Die sogenannte Büschelgerste wird an einzelen Orten im Herzogthum Schles⸗
wig gebauet. Auf der Insel Aerröe, in Eyderstede und an einigen wenigen andern
Orten hat man diese Abart versucht und gefunden:
1) Daß sie mehr als jede andre Gerste feuchtes Erdreich erträgt; doch muß solches fett seyn. s
2) Daß man es zu eben der Zeit als die gemeine Gerste, aber nicht eben so dicht säen müsse. 7 bis 8 Scheffel rechnet man auf eine Tonne Landes.
3) Daß ste einen höheren und stärkeren Halm treibt, und daher mehr in den
Mandeln austrägt, als die gemeine Gerste.
4) Daß sie mehrfältig trägt und ein schwereres Korn hat, als die gemeine Gerste, so daß sie in diesen beyden Stücken sich der Vollkommenheit der Wintergerste nähert.
5) Daß sie aber leicht ausartet, wenn sie nicht unausgesetzt in fettem und feuchten Boden gebaut wird.
49) Pastor Tiburtius in oben angezogener Abhandlung, giebt den Rath, man soll, um die Würze
zum Laufen zu bringen und das Bier klar zu bekommen, dieses Malz schroten lassen, und es mit etwas wenigem andern Malz vermischen
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