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fältig trägt oder ein schwereres Korn hat. Es giebt mehrere Umstände, in eren Betracht man genöthigt seyn kann, eine geringere Kornart zu bauen, trotz dem Ver— lust an der Menge und Güte des Kornes. Manchmal hat man nicht das Erdreich, welches zu der bessern Kornart erfordert wird, und baute man diese an solchen Or— ten, so wurden sie minder ergiebig seyn, als die geringere Art, die im magern Bo— den fortkömmt. Zuweilen kann auch einer Gerstenart der Vorzug gebühren, weil sie besser im Haushalt zu brauchen ist. Bey der Anpreisung einer Gerstenart als der be⸗ sten, muß man daher zugleich in Betrachtung ziehen, wie man sie in der Haushal— tung genutzt findet, welches Erdreich sie verlangt und wie sie gebauet werde.
Ich will demnach anführen, was man bisher im Großen beobachtet hat, bey
der verschiednen Weise die Gerstenarten zu bauen, und bey ihrer Benutzung.
45.
Wie die(gemeine) Sommergerste gebaut werde, ist so bekannt, daß es über— früssig wäre, hier ausführlich davon zu handeln. Das Wichtigste davon ist auch schon, in Obigem berührt; ich werde daher nur dasjenige anzeigen, wie diese sich von an⸗ dern Gerstenarten verschieden zeigt, nach den Erfahrungen, die man davon im Gro⸗ ßen gemacht, und welches vornemlich darin besteht:
1) Daß sie unter allen Gerstenarten am spätesten gesäet werden müsse, da sie die zärtlichste ist, und weniger die Nachtfröste erträgt, als jede andre. Man säet sie daher Ausgangs des Mai oder Anfangs des Juni. Später gesäet, läuft sie Gefahr, nicht reif zu werden, wenn im Spätjahre unfreundliches Wet⸗ ter einfiele. i
2) Daß sie unter allen Gerstenarten am dichtesten gesäet werden müsse, da sie die wenigsten Schößlinge aus der Wurzel treibt. Man rechnet insgemein 9 bis 10 Scheffel auf eine Tonne Landes, etwas drüber oder drunter, nach der Vollkommenheit des Saatkorns und nachdem das Land bearbeitet ist.
3) Daß sie eine der Gerstenarten ist, die am besten in Dammerde mit Sand ver— mischt fortkömmt, und in magerm Boden besser gedeiht, als die andern Ger— stenarten. 5 f
4) Daß sie insgemein das ste, auch 7te Korn giebt, und in der Marsch das goste bis zoste, daß aber ihr Korn nicht so mehlig und gewichtig als das Korn der andern Arten ist. Die gemeine Gerste wird daher, da wo man an— dre Gerstenarten kennt, nicht so seht zu Perlgraupen, Mehl und Malz ge— sucht als die Wintergerste(Hordeum vulgare hyemale) und die zweyzeilige Sommergerste. Indessen kann man doch gute Grütze davon mahlen, freylich
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