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In den Leipz. ökonom. Nachrr. 1. B. S. 308. und bey mehreren Schrittstel—
lern findet man, daß die gemeine Gerste in unfruchtbaren Jahren vierzeilig gewor— 8 den, da zwo Reihen Blumen güste geblieben; dies aber ist dem Verfasser nie vor— i gekommen. f B. Die erste Abart'), die Himmelkorn heißt, unterscheidet sich von der 5 N gemeinen Gerste in Folgendem: Die Wurzel treibt immer mehr Schößlinge als bey dieser, wenn sie auch in 0 gleich gutem Erdreich und gleich weit von einander stehen. Der Halm ist höher und dicker, und die Blätter sind nicht so rauh, wie dort. Die Aehre ist länger, enthält 36 bis 72 Körner, und verliert meistens den Aehrenbart bey der Zeitigung. S. Tab. I. Fig. c. 6 Die Befruchtungstheile wie bey der gemeinen Gerste, nur daß hier das Korn 5 loß in den Blumenhülsen liegt. S. Tab. 1. Fig. k. it Der wirkliche Unterschied zwischen dem Himmelkorn und der gemeinen Gerste b ist demnach vornemlich:
5 Daß die Aehre den Bart verliert, und das Korn ohne Schale ist; welche bey⸗ i de Kennzeichen doch sehr unbeständig sind, da es in nassen und kalten Sommern sich 0 gebühren kann, daß der Bart nicht abfällt und die Schale an das Korn anwächst, f wodurch das Himmelkorn gänzlich in gemeine Gerste ausartet 5
Da das nackte Korn der Himmelgerste dem Roggen und Waizen so ähnlich 0 ist, so sieht man leicht, warum man diese Abart mit dem Namen egyptischer Rog 1 gen, Gerstenwaizen u. s. w. belegt hat. Die Beynamen dieser Kornart lassen auch b vermuthen, daß sie aus Egypten, der Levante, der Türkey, zu uns gekommen sey. 9 Herr Professor Forskal berichtet zwar in seiner Flora aegyptiaca, daß die Kornart, n die er in Egypten bauen sehen, Hordeum hexastichon Linn. gewesen; da aber diese, b. sowohl als die Himmelgerste?) mehrmalen mit Schiffen aus diesen Ländern zu uns 1 gebracht worden; so kann man mit ziemlicher Gewißheit jene Vermuthung gegründet 90 glauben. 50 An verschiednen Orten in Norwegen wird dieselbe unterm Namen: Himmel⸗ byg, auch: Thorebyg gebauet, beyde Benennungen aber werden auch mehrern Ab— se arten, die Körner ohne Schalen haben, beygelegt. Hie und da in Dänemark hat man 80 ihren Anbau versucht, er ist aber noch nicht allgemein. 35)-S. Tab. 1. i 34) Man sehe davon Lüders Abhandl. und Bedenken über das Ackerwesen S. 281— 293. e
35) Hordeum vulgare coeleste.“
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