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Botanisch-oekonomische Abhandlung von der Gerste / von Erik Viborg
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die Erde, besonders wenn sie leimig ist, dadurch eine harte Rinde, die dem Wachs⸗ thum der Gerste hinderlich ist. Durch das Walzen wird diese Rinde zerbrochen, die Erde lockerer und der Wachsthum der Gerste befördert*). Hat man hingegen kei nen Regen gehabt, und die Witterung läßt einige Dürre vermuthen, so walzet man hinwiederum, damit der Boden fester und zusammenhangender werde, um der allzu austrocknenden Wirkung der Sonnenstralen widerstehn zu köunen, wodurch benn die Feuchtigkeit desto länger in der Erde bleibt. Im östlichen Theile Jütlands hält man es dagegen für undienlich das Land zu walzen, nachdem die Gerste aufgegangen, und walzet daher gleich nach der Aussaat; überfährt aber das Feld mit der Egge, wenn die Gerste aufgegangen ist, damit die Erde lockerer und das Unkraut gedämpft werde. In Bornholm, in Fühnen und an manchen Orten im Schleswigschen und Hollstein⸗

schen an den Seeküsten, wo der Boden leimig ist, bedient man sich viel der Walze,

nachdem die Gerste aufgegangen ist, und zwar mit vielem Nutzen, in eben der Ab⸗ sicht als solches in Seeland geschieht. Die Erfahrung lehrt demnach, daß man mit Sicherheit das Gerstenland walzen kann, eine Weile nach der Aussaat, wenn man solches auf die rechte Art, und bey dem gehörigen Erdreich vornimmt, ob es gleich scheinen möchte, daß man dadurch die zarten Wurzeln der Gerste zerdrücken müßte. Ueberdies dient das Walzen auch zur Ebnung des Landes und zum leichtern Abmä⸗ hen des Getraides; doch muß man dies letztere nicht blos durchs Walzen zu errei⸗ chen suchen, sondern durch gute Bearbeitung des Landes überhaupt.

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Beym Säen der Gerste ist vornemlich zu sehen auf die Zeit, die Witterung und den Raum, den die Saat haben muß. 5 : Die Säezeit der Gerste ist sehr verschieden nach der Verschiedenheit der Arten. Einige werden im Frühling, andre im Herbste gesäet. Es tragen aber Klima, Erd art und die verschiedne Weise das Land zu bestellen, vieles zu dieser Verschiedenheit der Säezeit bey. 5

Die Arten die in den südlichen Theilen Europens im Spätjahr gesäet werden müssen, kommen zur gehörigen Reife in Norwegen, den färölschen Inseln und andern nördlichen Theilen von Europa, wenn sie der Erde im Frühling anvertraut werden. Die Gerstenart, die in Egypten 3 bis 4 Monate zum Reifen gebraucht, erreicht ihre

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11) Ist die Erde sehr fest und leimig, so dürfte es besser seyn, sie einmal mit der Egge zu über⸗ fahren.