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Tragus Bericht) des Kolumella Far candidum und ardoreum Gerstenarten zu seyn, und unsre Reisgerste und Himmelkorn auszumachen. Es hat also das Ansehn, daß sie dieselben Gerstenarten gehabt, die wir gegenwärtig haben, nur daß sie bey ihnen zu verschiednen Kornarten gehörten. Man findet auch behm Ruellius, Do⸗ donäus und am allerdeutlichsten bey den Gebrüdern Bauhin, daß dieselben Ger⸗ stenarten, die man itzt baut, damals allgemein gewesen, und nach Linnses Spec, Plant. Ed. II. p. 125 folgende Arten ausmachen: 5 1. Hordeum vulgare, gemeine Gerste. e. Soeleste, Himmelkorn. 2. Hordl. hñexastichon, sechszeilige Gerste. 3.— distichon, zweizeilige Sommergerste. g. nudum, zweizeilige nackte Gerste. 4.— zeocriton, Reisgerste. Diese 4 Arten, nebst verschiednen Abarten, werden gegenwärtig an vielen Or⸗ ten in Dänemark, Norwegen und auf den färösschen Inseln gebaut.
J. 6.
Von allen Getraldearten ist die Gerste eine der zärtlichsten in Hinsicht des Bo⸗ dens, den ste erfordert. Sie verlangt weder zu sandiges und trockenes Erdreich, noch zu feuchte Damerde. Zwar wächst sie in beyden, in trocknen Sommern aber welkt sie in jenem, und in nassen und kalten Jahren wird sie in diesem falb und kann nicht fortkommen. Leimenartige Erde mit schwarzer Erde vermischt, ist demnach was sich am besten für die Gerste schickt; denn ein dergleichen Boden behält die Feuchtigkeit nicht zu lange, und verliert sie nicht zu leicht. f
Wahr ist's, in fetter und feuchter Damerde wächst in trocknen Sommern die
Gerste am stärksten; nimmt man aber mehrere Jahre, so findet sich, daß in solchem
Boden die Gerste mehr dem Miswachs ausgesetzt ist, als in dem leimigten Erdreich, und daß der Ertrag in diesem, in Durchschnitt mehrerer Jahre beträchtlicher ist als dort. Es geben auch die unter den dänischen Provinzen, die dergleichen leimigtes
Erdreich haben, die beste und meiste Gerste. Da die Gerste einen starken und langen Halm treibt, erfordert sie kräftiges Erdreich zu ihrem Wachsthum, und dies wird vornemlich durch Düngung erhalten. Es
5) Vid. Prag i de stirpium etc. usitatis nomenolaturis p. 639. t. 69. und Bauhän. Tllieatr. P- 422.
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