Druckschrift 
Botanisch-oekonomische Abhandlung von der Gerste / von Erik Viborg
Entstehung
Einzelbild herunterladen

asakteh daß se ig beh

Buch⸗

vendh, wikk⸗ hl guog⸗ zestir⸗ en ge⸗

fil,

elon⸗

Die Blumenkrone zweyspelzig. Corolla bisalvis. Valvula exteri- Die äußere Spelze bauchig, eckig, eyför⸗ or ventricosa, angulata, ovato- acumi- mig zugespitzt, länger als der Kelch, en- nata, calyce longior, desiens in ari- dend in eine lange Granne. Die innere stam longam. V. interior lanceolata, lanzetförmig, flach, kleiner als die äußere. plana, minor.

Tab. I. Fig. f.

Die Staubgefäß e. Drey Staub⸗ Stamina. Filamenta tria, capilla- fäden haarartig, kürzer als die Blume. ria, corollà brevibra. Antherae oblongae. Die Staubbeutel länglich.

Die Stempel. Der Fruchtknoten Pistilla. Germen ovato- turbina- eyförmig, oben dick.(Tab. 2. Fig. f.) Die tum. Styli duo, villost, reflexi. Stig- Griffel zween, weichbehaart, zurückgebeugt. mata Hmilia.

Die Narben desgleichen. Fab. J. Fig. g.

Die Fruchthülle besteht aus den Pericarpium. Corolla eircum- Blumenblättern, die dicht um das Korn nalcitur lemini, nec dehiscit. anwachsen, und sich bey der Reife nicht 5 öffnen.

Der Samen, ein längliches, bau⸗ Semen oblongum, ventricolfum, chiges, eckigtes, an beyden Enden zuge- angulatum, utrinque acuminatum, inde spitztes Korn, mit einer Furche längs der lulco longitudinali notatum. innern Seite.

1

Aus dieser Beschreibung ersiehe man, wie sehr die Gerstengattung mit dem Waizen und Roggen übereinkomme. Sie trägt ihre Blumen in einer Aehre, hat ei nen Aehrenbart wie sie, und den wesentlichen Theilen der Blüten nach, viel Aehnlich⸗ keit mit ihnen. Betrachtet man dahingegen die Art, wie die Blüten befestigt sind, und die Beschaffenheit des Kelchs, so merkt man leichtlich den wesentlichen Unter⸗ schied. a ö

Am Waizen findet man, daß der Blütenkelch einfach ist, aus zwo einander entgegenstehenden Spelzen besteht, und drey, auch mehr Blüten einschließet, die an den entgegengesetzten Seiten eines Stengelchens sitzen, der an dem Haupt⸗Aehrensten⸗

gel(Rachis) befestigt ist, mitten zwischen dea Blättern der Kornhälse.

Am Roggen findet man gleichfalls, daß der Kelch eine zweyblättrige Spelze ist. Hier umschließt sie nur zwo neben einander sitzende Blumen; und trifft man, wie manchmal der Fall ist, eine dritte, so steht sie zwischen den andern auf einem längern Stengel.