Z weytes Kapitel. Von der Gerstengattung üb er haupt.
§. I. Uater den Getraidearten(Cerealiis) werden im eigentlichen Verstande die. Grasarten begriffen, die in einiger Menge ein so großes und mehliges Korn tragen, daß sie Menschen zur Nahrung dienen können. So werden die eigentlichen gegenwärtig bey uns gebauten Kornarten, Waizen, Roggen, Gerste, Hafer seyn, nicht aber Buch⸗ waizen, da er nicht zu der Familie der Grasarten gehört.
Um die Arten von jeder Gattung des Kornes zu bestimmen, ist's nothwendig, bestimmte Kennzeichen der Gattung selbst zu haben, und zu wissen, was man wirk— lich Walzen, Roggen, Gerste, Hafer zu nennen habe. Die im gemeinen Reden übli— chen Benennungen sind manchmal so unbestimmt, daß, was zuweilen Waizen, Rog⸗ gen und Reis genannt wird, wahre Gerstenarten sind; und nach einer solchen Bestim⸗ mung würden also viele der. wirklichen Gerstenarten zu unrichtigen rechnet werden.
Der unsterbliche Linnse hat folgende setzt).
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Korngattungen ge—
Kennzeichen der. Gerstengattung festge⸗
Der Blumenkelch.
Der Fruchtboden ist ein Aehren— stengel. a
Der Balg ist sechsblättrig. Drey Gluma hexaphylla, triflora: flori- Blumen unmittelbar neben einander auf dem bus lellilibus; Aehrenstengel. Die Blätter der Kornhülse sind gepaart, unten getrennt von gleicher Breite, spitz zulaufend Tab. I. Fig. d.
Cal yx.
Receptaculum commune elon- gatum in spicam.
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foliolis distantibus, per Paria digestis, linearibus, acuminatis.
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4) Vide Genera Plant. curante Reichl. No. 104.
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