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Botanisch-oekonomische Abhandlung von der Gerste / von Erik Viborg
Entstehung
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in ihrem Bau und ihren wesentlichen Theilen, mit der Art, von der sie abstammt. Einige dieser Abarten sind den Zufälligkeiten, wodurch sie verändert worden, so lange unterworfen gewesen, daß sie nicht so leicht und so bald wieder in die Art, von der

sie abstammen, übergehn können, sondern aus ihrem Stamm Pflanzen hervorbringen,

die sich fast ganz ähnlich bleiben.

Dies hat einigen Pflanzenkennern Anlaß gegeben, sie stetige Abarten(Sublpe cies) zu nennen, ja manchmal sie unter die Zahl der Arten selbst aufzunehmen. Da indessen nicht geläugnet werden kann, daß dergleichen durch zufällige Ursachen aus einer Art entstanden sind und die Erfahrung gezeigt hat, daß einige mit der Zeit, wenn man diese zufälligen Ursachen zu heben weiß, wieder in ihre Art übergehen können; so können sie doch nur als Abarten angesehen werden 2). Schwer ist's in einigen Fällen zu sagen, ob diese stetigen Abarten(Sublpecies) wirkliche Arten sind oder nicht. So lange man aber nicht durch hinreichende Versuche solches entscheiden kann, so hat es für die Pflanzenlehre nicht so gefährliche Folgen, wenn man sie zu Abarten macht, als wenn man sie unter die wirklichen Arten zählt, gesetzt auch, man irrete 2), weshalb auch der Verfasser das Erste statt des Letztern gewählt hat.

§. 3.

Sowohl dem Pflanzenkenner als dem Landwirth ist's von äußerster Wichtig keit, genaue und bestimmte Kenntniß von dem Abarten der Kornartes zu haben. Je nem vornemlich, um die zufälligen Abarten unter ihre richtigen Arten zu ordnen und nicht zu neuen Arten zu machen, als wodurch die unbestimmte Kenntniß, die wir noch von den so vielen und so verschiednen Kornarten in der Landwirthschaft haben, in noch größeres Dunkel gehüllt würde. Dem Andern dahingegen, der allein auf den Nutzen und Gebrauch der Kornarten sieht, ist es nicht weniger von Erheblichkeit, das Beständige von dem Zufälligen unterscheiden zu können. Eine Abart ist wegen ihrer Ergiebigkeit, ihres bessern und schwerern Korns und bessern Geschmacks ihm weit wichtiger als die Hauptart selbst. Wie aber soll er jene kennen ohne diese, und wie soll er sie durch gehörige Pflege zu behalten wissen, wenn er nicht weiß, auf was Weise die unstetige Abart aus ihrer Hauptart entstanden ist.

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2) Man sehe d. Hannöber. Magaz. II. St. 1784 wo Hr. Ehrhardt den Unterschied zwischen Species und Sublpecies zeigt. 3) Linn. I. c. p. 230.