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des Landes Dithmarſchen. 455
ſchen dem Kayſer zu ſchweren und huldigen muͤſſen, als welches Land wieder un⸗ ter Bremen ſolte geleget werden. Dieſerwegen haben ſie nachher 5000 Rthlr. Bruͤche an Ihro Koͤnigl. Majeſt. bezahlen muͤſſen.
Anno 1628 den 7. 6. 7. Septembr. iſt das Waſſer durch einen ſtarcken Sturm⸗Wind an vielen Orten eingebrochen, ſonderlich den 7den iſt ein groß Ungewitter mit Donner und Blizen entſtanden, wodurch die Kirche zu Schene⸗ feld in die Aſche geleget, und hin und wieder groſſer Schaden geſchehen.
Den 16 Decembr. erhub ſich der Sturm wieder, und iſt faſt in allen Marſch⸗Kirchſpielen eingebrochen, inſonderheit hat es ſolchergeſtalt in Brauns⸗ buͤttel gewuͤtet, daß man auch ein groß Stuck Landes ausſchlagen muͤſſe.
Anno 1629 ein Tag vor dem Friedens⸗Schluß ward die Stadt Wilſter, ſo der Kayſerl. Obriſt Frenk mit einem kleinen Wall und Graben ziemlich befe⸗ ſtiget, von den Koͤnigl. Voͤlckern aus Gluͤckſtadt mit Beyſtand etlicher Bauren ſtuͤrmender Hand eingenommen, und was nicht erſchlagen, gefaͤnglich nach Gluͤckſtadt gebracht: er ſelbſten der Obriſt Frenk ſtarb an einer empfangenen Wunde etliche Stunden hernach, die Stadt iſt faſt gantz gepluͤndert, und mit Koͤnigl. Soldaten wieder beſetzet.
Den 15 Martü iſt das Altringiſche neue Regiment unter Commando des Hrn. Obriſt⸗Lieutenant Caſpar Gramm aus der Heyde mit vieler Bagage ab⸗ marſchiret, weswegen man auch an dem Tage, nemlich Sonntag, des Morgens den Gottesdienſt nicht hat feyren koͤnnen, ſondern man hat die Devotion bis auf den Abend aufgeſchoben. Dieſer Gramm iſt nachhero decolliret worden.
Endlich ward den 12 May nach fuͤnff Monahtlichen Diſpuͤten der be⸗ ruͤhmte Luͤbeckiſche Friede geſchloſſen, in welchem Chriſtianus IV. alles ver⸗ lohrne wieder bekam, hingegen auf die ſeinem Printzen Friderico deſtinirte Geiſtl. Guter und ſein Crayß⸗Obriſten Amt renunciren und verſprechen muͤſ⸗ fin„kuͤnfftighin ſich um den Zuſtand Teutſchlandes weiter nicht mehr zu be⸗
uͤmmern.
Wie den 30 May, am Sonnabend/ der Kayſerl. Obriſt⸗Lieutenant Bo⸗ dendik mit ſeinem Commando durch die Heyde nach dem Suͤder⸗Tbeil mar⸗ ſchiret, und eine groſſe Menge Pferde und Wagen als am ordentlichen Wo⸗ chen⸗Marckt gewahr worden, hat er ſeinen Soldaten erlaubet Pferde zu neh⸗ men, und ſich beritten zu machen. Wie aber der Land⸗Mann ſeiner Gewohn⸗ heit nach mit Wagen⸗Rungen ſich zur Gegenwehr geſtellet, auch einer den Obriſt⸗Lieutenant mit einem Stuͤck Holtz begruͤſſet, hat der Tambour Allarm geſchlagen, und der Obriſt⸗Lieutenant Feuer zu geben commandiret, woruͤber 3 bis 4 von den Dithmarſchern erſchoſſen worden. Es haben aber die Land⸗ Leute bald die Flucht genommen, und hat man in einem Augenblick den gantzen
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