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Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
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A40 Geſchichte VI. Theil.

mit faͤlſchlicher Anfuͤhrung der Bewilligung des Suͤder⸗Theils. Alllein dieſe ſind ſo wenig dabey ſtille geſeſſen als die Norder⸗Dithmarſcher, in Betracht ſie immunitates& jura communia& æqualia haͤtten, ſondern haben Anno 1647 den 22 Octobris eine ordentliche und anſehnliche Commiſſion aus⸗ gewuͤrcket, darinn die jura und Privilegia von beyden Theilen Dithmarſchen weitlaͤufftig und gruͤndlich deduciret, auch von denen hohen Commiſſarien in 2 Kelationen als 1648 den 10 Junii und 16F0 den 5 Junii an Ihro Koͤnigl. Majeſt. von Daͤnnemarck en faveur des Landes referiret worden, daß ſie nem⸗ lich allerdings bey ihrer Zoll⸗Freyheit muͤſten geſchuͤtzet werden. Und ergeben es auch die Acta mit mehrern, daß die Suͤder⸗Dithmarſcher ſo gleich ihre Frey⸗ heit beſtaͤtiget erhalten, die Norder⸗Dithmarſcher aber haben Loco retorſionis den Zoll erlegen muͤſſen, weil denen Suͤder⸗Dithmarſchern bey Friederichſtadt und Huſum der Zoll geſteigert worden: nachdem aber dieſer neue Zoll 1650 den 2 Abpril von Ihro Hochfuͤrſtl. Durchl. wieder aufgehoben worden, ſo haben auch Ihro Koͤnigl. Majeſt. den 15 Junii an dem Zoͤllner zu Hogenhorn, Hans Georg Schmidt, reſcribiret, daß er keinen Zoll mehr von den Norder⸗Dithmar⸗ ſchern nehmen ſolle.

Cay Ranzauen Revers an Ihro Hochfuͤrſtl. Durchl. Hertzog Johann Adolff, wegen der Dithmarſcher Freyheit zu Hanrau und auf dem neuen Wege.

Ich Keye Ranzau Erbgeſeſſen zu Hanrau, bekenne fuͤr mich, meine Erben und Nachkommen am Gute Hanrau. Demnach der Hochwuͤrdige, Durchlauchtige, Hochgebohrne Fuͤrſt und Herr, Herr Johann Adolff, er⸗ wehlter Biſchof zu Luͤbeck, Erbe zu Norwegen, Hertzog zu Schleßwig⸗Holſtein ꝛc. Mein gnaͤdiger Fuͤrſt und Herr, mir unterſchiedliche Patente mitgetheilet, zu dem Ende gerichtet, daß erſtlich die Eingeſeſſene in Dithmarſchen, weil ſie von den Zollen zur Hanrau gefreyet ſeyn, und verlaͤngſt einen Weg fuͤr ſich ſelber gemacht, kein Unterſchleiff mit frembden Wagren, Guͤtern oder Viehe ge⸗ Prauchen, und dann fuͤr der Zollſtette anſprechen, ihren Nahmen und wo ſie in Dithmarſchen wohnhafftig, anzeigen. Fuͤrs andere, daß alle dieſelbigen, die in Dithmarſchen nicht geſeſſen, ſondern in Eyderſtaͤdt, Nordſtrand, Stapel⸗ holm, Huſumer Harde und der Oerter wohnhafftig, auch alle andere auſſerhalb dieſer Fuͤrſtenthuͤmer ſich des neuen Weges entweder gaͤntzlich enthalten, die al⸗ te Zollſtette zu Hanrau beſuchen, und daſelbſt die Gebuͤrnuͤß reichen, oder aber wofern ſie ſich des neuen Weges je gebrauchen wuͤrden, alsdann gleichermaſſen daſelbſt den alten gewoͤhnlichen Zollen ausgeben ſollen. Daß dagegen ich mich

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