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Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
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438 Geſchichte Vl. Theil.

Hertzog Philippen den 4 Jan. 1589 und Iohann Adolffen den 20 Jan. 1792. die Diehmarſcher allergnaͤdigſt und gnaͤdigſt begnadiget und privilegiret wor⸗ den. Nun ſtund Cay Rantzau als damahliger Beſitzer des Hauſes Hanrau in den Gedancken, als wuͤrde durch dieſen nenen Weg(oder novo opere wie er in ſeinen Schrifften ſetzet) der Zoll zu Hanrau nicht wenig geſchmaͤlert werden, daher er dann verſchiedene Interdicta Prohibitoria bey Ihro Koͤnigl. Mgjeſt. doch ohne Nutzen ausgewuͤrcket, bis ihm endlich 1601 verſtattet worden auf Koͤnigl. Grunde bey dem neuen Wege ein klein Wacht⸗Haus(oder Kate wie es der Koͤnig in ſeiner Conceſſion nennet) zu bauen, und darin einen Mann zu halten, um die Frembden von dem Wege abzuhalten, oder ſie zur Zahlung des Hanrauer Zolles zu noͤthigen. Bey welchem Hauſe Cay Rantzau proprio motu einen groſſen Schlagbaum aufgerichtet, welchen die Dithmarſcher, wie ſie nach Itzehoe gereiſet, mit Behendigkeit abgeworffen, weshalben beyderſeits viel Streitigkeit entſtaoden, bis die Dithmarſcher durch ihre Deputirte, Marten Peters aus Boͤdinghuſen, Hinrich Peters und Hans Dreves bey dem Koͤnige ein Mandat 1601 den 19 Octobr. ausgewircket, Krafft welchen die Dithmarſcher ſol⸗ chen Zolles befreyet, und dem Amtmann Cay Ahlfeld auferleget worden, dahin zu ſehen, daß die Dithmarſcher beruhiget und nicht wieder kommen moͤchten. Die⸗ ſem erhaltenen Koͤnigl. Befehl zufolge hat der Amtmann Cay von Ahlfeld den 18 Nov. denen Dithmarſchern vorgeſtellet,ſie möͤchten deñ nur auf die 5 Maͤrck⸗ te Freyzettel nehmen, es ward aber von Nicolas Hinrichs als Worthaltern abge⸗ ſchlagen, ſich auf die Koͤnigl. vrivilegien gruͤndende. Ein gleiches Gluͤck hatte der Vorſchlag die Dithmarſcher ſolten ins Haus ruffen, deſſen ſich aber die Heming⸗ ſteder wegerten, es moͤchte ihnen præjudicirlich ſeyn und ſie beſchuldiget werden, als haͤtten ſie nicht geruffen, und haͤtte es uͤberdem das Anſehen, als weñ ſie durch ſolch Ruffen andere angaͤben. Den 23 Nov. proteftirten die Dithmarſcher bey dem Amtmann durch Niclas Hinrichs, nicht das geringſte einzuraͤumen, den es wuͤrden hernach von den 5 Maͤrckten gar Tage werden, und das Freye wuͤrde Unfrey werden. Wobey es dann auch damahlen von Koͤnigl. Seiten verblie⸗ ben. Zu Gottorff aber muſte Cay Rantzau gegen den Hertzog Iohann Adolff den 22 Sept. 1602 ſich reverſiren, daß das gebaute Haus in Ewigkeit denen Dithmarſchern nicht zum Prajudice gereichen ſolle, ſondern ſie vielmehr ihren eigenen freyen Landweg ungehindert zu gebrauchen ſolten berechtiget ſeyn und bleiben, und zum Zeugniß daß es keine Zollſtete ſcheinen moͤchte, ſo wolte er den Weg unhten mit einen Schlagbaum ſperren oder verbauen, auch niemahlen die Dithmarſcher zu keiner Proteſſion ihrer Guͤter noͤthigen. Obigen allen un⸗ geachtet, verſuchte Cay Rantzau Ao. 1610 abermahlen die Dithmarſcher mit ungewoͤhnlichen Zoͤllen zu beſchweren, dawieder aber inſonderheit die Ser⸗

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