. des Landes Dithmarſchen. 437 dhinits die mehreſten ſchon mit Gewehr verſehen, die uͤbrigen ſich ſolche von Hamburg ſer ge ſelbſt anſchaffen wolten. ſi 8 Anno 1601 iſt der Somnmer ſehr duͤrre geweſen, daß die Wuͤrme das unin 1 Graß derſoheet auf dem Felde, und danebenſt eine ſtetige Kaͤlte, alſo, daß nur ateäe é rechte Sommer⸗Tage geweſen. Redtac Moritz Rantzau, Cay Rantzauen Vater, hatte das Haus Hanrau nebſt 1 der Zoll⸗Gerechtigkeit Ao. 152 5 ſo wohlfeil gekauffet, daß wenn man bey einem Ganf 9 jeden Baum ein Ey geleget, man es wieder einloͤſen moͤgen, ſolchen Kauff auch der und R durch Kayſerl. Majeſt. confirmiren laſſen. Dieſer Moritz Rantzau hatte bey clr.vonde dem erſten Antritt ſchon wegen des Zolles eine Liſt gebrauchet, und die 4stziger durch ſeine Freygebigkeit dahin beredet, daß die Dithmarſcher bey Ausfuͤhrung en Froſtdi ihrer Waaren und Austreibung des Viehes und Pferde, Frey⸗Zetteln nehmen eund katt⸗ moͤchten, welches der erſte Grund des hernach mit Unrecht aufgedrungenen Zol⸗ d Wehr les geweſen. Wie nun in und kurtz nach der Vehde ein jeder ſich an die Dith⸗ und zume⸗ marſcher reiben wollen, bedienete ſich Moritz Rantzau auch der Gelegenheit, um en haben! ſich in die voͤllige Poſſeſſion des Zolles zu ſetzen, forderte ſolchen nicht allein bey gefangenn Hanrau, ſondern ließ auch bey der Queer⸗Schlippen amEnde des Landes einen Sonſiſ Schlagbaum legen, welchen die Dithmarſcher aber gleich wieder niedergeriſſen. gehinden Daruͤber als Moritz Rantzau bey dem Amtmann zu Steinburg ſich beklaget, gant Eyen hat er geantwortet: Moritz Wulhefft et dy geheten. Keſp. My hoͤret de Toll geſchnitten van de Elve bet an de Eyder; darauf der Amtmann erwidert: wo nu, wy weht e. dar ock wol um. Ille contra: de ene Wulff fridt ja den andern nicht. Und da er on Eüdtr die Erlaubniß den Schlagbaum wieder aufzurichten begehret, hat der Amtmann auden V geantwortet: ick will idt dy nicht heten, doh wat du deiſt, dat du allene weteſt und andſchaff nicht Ungluͤck anrichteſt, wente de olden Wunden ſind noch nicht hehl. Die⸗ weil aber kein ander Fahrweg als bey Hanrau und der Quer⸗Schlippen, als über d nur ein kleiner Fußſteich von Schapſtett nach der Neumuͤhlen, welchen die Dith⸗ marſcher gebrauchen koͤnnten, ſind ſie oͤffters wegen des Zolles beunruhiget und ungemein vergewalthaͤtiget, und unter andern Anno 1574 Claus Vieth aus Boͤckeln⸗ — röziſ burg 4 Tonnen Honig mit Gewalt abgenommen worden. So haben die Dith⸗ zu 5 marſcher ſolchen Plackereyen vorzukommen, und zu mehrer Bequemlichkeit des duirue Commercii Ao. 1577 einen neuen Weg von Eggeſtetter Holtz uͤber das Mohr 8* bis Schapſtett den neuen Damm, und aus Schapſtetter Feldmarck uͤbers Pahevo Mohr und die Wieſen ins Schenfelder Feldmarck nach Hogenhoͤrn auf Dith⸗ maüf marſcher Grund und Boden, ohne die Hanrauer Graͤntzen zu beruͤhren, mit he Fun groſſen Koſten und Arbeit angeleget. Welchen Weg ohne Hinderniß und nüſmin Veraͤnderung, auch ohne Zoll⸗Abgifften ruhiglich zu gebrauchen, von dem Koͤni⸗ üiher⸗ ge Friderico II. den 30 Junii 1577 Chriſtiano IV. den 28 Nov. 1593. von a, di Hertzog d
Druckschrift
Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
Entstehung
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


