4²⁶ Geſchichte Vu. Sheit.
und Hertzog Adolff den Norder⸗Theil bey der von ſolcher neuen Scheede an⸗ ufangen fuͤr ſich und Ihro Koͤnigl. Majeſt. und Fuͤrſtl. Gnaden Erben, Erb⸗ igenthuͤmlich frey und des andern Theils ungehindert zu beherrſchen, zu beſitzen und zu gebrauchen haben, ohne einige Verhinderung, Turbation und Einſper⸗ rung mit aller Hoheit, Freyheit, Gerechtigkeit, Genieß und Nutzungen nichts ausbeſchieden, alles bey Ihro Koͤnigl. Majeſt. und Fuͤrſtl. Gnaden, Koͤnigl. und Furſtl. Wuͤrden, treuen und wahren Worten, auch vermittelſt foͤrmlicher, gebuͤhrlichen Verzichten aller und jeder Freyheiten und Wohlthaten, gemeiner Rechten, Gewohnheiten, Landes⸗Satzungen, und ſonſt aller und jeder anderen Behelffe und Auszoͤge, wie die Nahmen haben, und durch Menſchen Sinne er⸗
dacht werden moͤchten, nichts ausbeſchieden, getreulich ſonder Gefaͤhrde. Ge⸗
geben in der Heyde Anno 1581.
. Wir wenden uns nunmehro wieder zu dem Verfolg unſerer Dithmarſcher Geſchichte, und wie wir bis anhero die Auffuͤhrung derer Dithmarſcher in ihrer Freyheit betrachtet, und wie ſie endlich in dieſem 15 59ten Jahre die glorieuſe Waffen Ihro Koͤnigl. Majeſt. von Daͤnnemarck und beyder Hertzogen von Hollſtein zum Gehorſam gebracht; als werden wir kuͤnfftighin ſehen, was ſich nachhero von Jahren zu Jahren bis auf unſere Zeiten merckwuͤrdig in dieſen Laͤndern zugetragen... 1
Anno 1560 hat man grauſame Phænomena in der Lufft geſehen, als wenn der Himmel ſich oͤffnete, und 2 Krieges⸗Heere gegen einander ſtritten. Anfaͤnglich ſind die Leute bey ſolchem Anblick gewaltig erſchrocken, auf die Knie gefallen, und GOtt angeruffen, davorhaltende, als wenn der juͤngſte Tag vor⸗ handen. Nachhero aber, wie man es in denen folgenden Jahren obſerviret, daß es etwas natuͤrliches, und das von den Schiffern ſogenannte Nord⸗Licht
ſey, hat man ſich nicht mehr daruͤber verwundert, ſondern man iſt zufrieden gewe⸗
ſen mit der Erfahrung, daß es eine Veraͤnderung des Gewitters vorher bedeute. Anno 1563 den 25 Junii iſt vom Mittag bis auf den folgenden Morgen ein ſtarcker Regen gefallen, welcher an den niedrigen Orten das Korn, Graß, und alles Land mehr als einen Fuß unter Waſſer geſetzet. Anno 1765 iſt ein ungemein kalter Winter geweſen, darauf im 1766ſten Jahre ein ſo heiſſer Sommer erfolget, daß viele Menſchen vor Hitze erſticket. Anno 1767 hatte man abermahlen einen ſtarcken Winter, und dauerte der Froſt von Martini bis Faſt⸗Nacht, daß man von Hamburg mit Pferde und Wagen dieElbe hinunter ins Land Hadeln fahren koͤnnen, und ſind viele Kram⸗ und Victualien⸗Buden auf dem Elb⸗Strohm gebauet geweſen. Den Som⸗ mer vorher wurde das Land mit Maͤuſen ſehr heimgeſuchet, welche faſt alles Korn im Felde verzehreten. Anno
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