d(o) de 27 undienlich erachtet, zum Beschluß die vier Jonischen Profile, welche Daviler pag. 12. beschreibet, mit beyzufügen. Und damit es desto besser in die Augen fallen möge, wie unterschieden die Annehmlich⸗ keit an denen Profilen sey, so habe ich zwey Exempel aus der Antiqui- tät, und zwey von neuen Bau-Meistern angeführet, und zwar Joni⸗ schen Gebälckes, als welche Ordnung das Mittel zwischen denen starcken und zarten, denen schlechten und rauch-gezierten Ordnun⸗ 9 hält ö Woraus erwehnter Unterscheid zur Genüge abzunehmen eyn wird.
Ich habe zwey Antiche erwählet, deren das schönste von dem Thermis Diocletianis genommen, und folglich in der Zeit gebauet worden, da die Bau Kunst noch in ihrer reinesten Vollkommenheit stund. Das andere kömmt von dem Tempel Fortunè virilis, welches so viel man weiß, noch lange vorhero, und zu Zeiten der Römischen Könige verfertiget worden, da die Wissenschafft der Kunst, die Rö— mische Macht nicht wohl übertreffen konte, welche dazumal noch in ih⸗ rem ersten Wachsthum stunde. Ich habe auch zwey Profile, so heuti⸗ ges Tages gemacht worden, mit angebracht, davon das schlechteste von Serlio ist, der bey weitem dem trefflichen Gusto und die ansehn⸗ liche Lieblichkeit nicht erlanget hat, die sich in des Palladio Wercken befindet, von denen das andere genommen ist. Also kan man sagen, daß diese vier Profile eine gantz unterschiedene Art haben, indem das, so von den Thermis Diocletianis genommen, wolgestalt und wol verhalten kan genennet werden; Da hingegen das von Fortuna vi- rilis, sehr unförmlich und mißverhaltende ist. Des Serlio Profil kommt gantz dürfftig und mager heraus, in Vergleichung gegen Pal- ladio seinem, welches anmuthig und von schöner Proportion ist. Um desto besser diese Profile zu untersuchen, wollen wir eines nach dem andern vor uns nehmen, und von dem den Anfang machen, so aus dem Tempel des Glückes angeführet worden, ohne ein besonderes Absehen auf die Ordnung zu haben, zu der es gebraucht worden, weil solches hier nichts zur Sache thun kan. Man wird dann befinden, daß die 3. Stücke, von denen es zusammen gefetzet ist, sich gar nicht zusammen schicken; Daß der Borten gar zu klein ist, indem er kaum g. des Crantzes, und etwan v. des Unter⸗Balckens begreiffet; 1
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