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davon dann solche Gebäude hernach einen Namen bekommen; Es schicket sich aber besser, wenn man Lust hat, eine neue Crönung zu er⸗ finden, daß man solches bey dieser Gelegenheit thue. Aus derglei⸗ chen Wercke kan man genau von dem Geiste des Bau-Meisters ju diciren, weil man ohne Ende was neues erfinden kan, wie man an denen meisten Gebäuden in Rom, und an vielen andern Orten zu er⸗ sehen hat. Es muß aber dergleichen Gebälcke oben die Proportion abel„als wenn eine gantze Ordnung durch das gantze Gebäude ge⸗ hend, da stünde. Es ist derohalben vor einen grossen Mißbrauch zu halten, wenn der Krantz, welcher ein Geschoß abscheidet, eine grössere Ausladung hat, als der, so das gantze Gebäude krönet; welches doch bey unserer Zeit sehr eingeführet worden. Wenn endlich eine Ordnuns fast durch die gantze Vorwand gehet, und nur oben ein halbes Geschoß darüber gesetzet wird, so kan das Gebälcke der Ord⸗ nung weiter ausgeladen werden, als die oberste Krönung. Welches ich weit besser schicket, als wenn man an der Mitte, oder an den Ecken der Gebäude, Pavillons unterscheiden will, wie an den Flü⸗ geln des Schlosses zu Versailles geschehen. Das Gebälcke, welches Vignola hier angibt, ist mit gutem Verstande zusammen gesetzt. Es ist ein Mengsel der Corinthisch-und Dorischen Ordnung. Er beken⸗ net, daß er es mit gutem Succels an verschiedenen Orten angebracht. Die Breite des Dreyschlitzes, der wie ein Krackstein kormiret, und nur mit zweyen Einschnitten gezieret ist, hat eben die Maas, als die Sparren-Köpffe. Der Unter⸗Balcken hat die Gestalt eines Dori- schen Kämpffers, seine Höhe beträgt einen Modul, welcher in 18. Theile ein getheilet ist, aus welchen die übrigen Theile des Gebälckes auch genommen sind. XXIV.
Von vier JonischenGebälcken/ als 2. von Aatiquen, und 2. von Modernen Bau⸗ Meistern.
G Achdem dasjenige gezeiget worden, was einem Anfänger bey Erlernung der Architectur am nöthigsten ist, so habe vor 155
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