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der Crantz mehr als die Helffte des Gebälckes einnimmet, daß der Crantz⸗Leisten nicht einmal die Helffte so hoch ist, als der Rinn⸗Lei⸗ sten; daß der Kehl⸗Leisten der jenen crönet, bey nahe so starck ist, als der Crantz Leisten selber; daß die Zahn⸗Schnitte beynahe gevierdet sind, und höher als der Crantz Leisten; daß die drey Streiffen des Unter⸗Balckens fast einander gleich, und ja so ungeschickt, durch die Abfassung oder Auskehlung der Ecken, von einander abgeschieden sind, als unförmlich mit einem Kehl⸗Leisten geerönet, dem der Über⸗ schlag an Grösse gantz gleich ist; Und daß zuletzt der ausgeschnitzte Stab, mitten an denen mittlern Streiffen, gantz ungereimt ange⸗ bracht worden. Betreffend das andere Gebälcke von denen Dio cle— tianischen Bädern, so ist daran der Architrave etwas höher als der Borten, welcher glatt und bauchicht ist, und der Crantz wiederum et— was höher, als der Unter⸗Balcken, wie solches billig seyn soll. Der Sprung oder die Ausladung des Crantzes ist der Höhe gleich. Es hat auch V igno la dieses Profil um seiner Schönheit willen, meistens nach⸗ gemacht. Ich habe dieses Stücke aus einem raren Kupffer ausgezo⸗ gen, welches An. 1558. in Antwerpen nach dem Abriß des Sebastian Oya gestochen worden, welches Philippi II. Königs in Spanien Bau Meister war. Was ferner Serlii Profil anbelanget, so mercket man wol, daß, ob er schon des Vitruvi seiner Lehre gefolget hat, selbi⸗ ber doch noch gar weit von dem Palladio zurück bleibet, der sich in al⸗ em nach denen besten Antiquitaten gerichtet, und hier die Spar⸗ ren⸗Köpffe an dem Tempel der Eintracht, und an einer andern Anti- quität nahe bey St. Adrian, nachgemacht hat. Aber sein Profil über⸗ trifft die alten noch an Schönheit, da hingegen Serlii Crantz, der nichts höher als der Unter⸗Balcken ist, gar zu schlecht, so wol nach dem gantzen heraus kommet, als nach allen Theilen, wegen der klei⸗ nen Riemlein/ die den Crantz gar zu dürfftig machen; denn der Über⸗ schlag über den Rinn⸗eeisten ist um die Helffte zu klein, sowol als die andern; das Band zu den Zahn⸗Schnitten, springt gar zu weit über die Breite eines Zahn⸗Schnittes; zu dem ist dieses ausgeschnitzte Glied, weder gut gecrönet, noch wol unterstüͤtzet, weil die Kehl⸗Lei⸗ sten gar zu klein sind. Auch ist das Kinn am Crantze gar zu schwach.
E N D E.


