bilde gekettet, die Reihe höherer Organisationen vollendet und in seinem physiologischen und pa— thologischen Zustande kaum eine eigne Classe von Erscheinungen darbietet.“ Daher auch der alle Zweige des physikalischen Wissens in sich so herr⸗ lich vereinigende Stifter dieses Vereins, auf eben so sinnige als gerechte Weise, die oft angefoch— tene wissenschaftliche Stellung und Bedeutsam— keit der Heilkunde dadurch auf das Genaueste bezeichnete, daß er ihn mit der Benennung „Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte“ belegte; denn in der That ist ja das Gebiet der Naturkunde von jeher durch Aerzte am meisten bereichert worden, und auch die Aerzte nehmen Theil an der Berechtigung der Naturforscher, nichts glauben zu dürfen, was sie nicht in der Erfahrung aus seinen natürlichen Ursachen er— kennen; daher auch ihr Recht bis an die Gren⸗ zen reicht, wohin das Recht des Naturforschers sich erstreckt.
Bei diesem Standpunkte unserer physiolo⸗ gischen Doctrin, nach welcher die Natur die Ein⸗ heit der Welt und ihres Grundes so offenbar ausdrückt, ist es auch leicht einzusehen, daß die Physiologie in dem Zusammenhange der Welter⸗ scheinungen den unendlichen Grund derselben er—⸗ kennen und zur Anschauung des unbedingten Seins sich erheben kann, daß sie— mit weni— gen Worten sei's gesagt— erfahrungsmäßige Erkenntniß Gottes oder natürliche Theologie wer— den muß.„Die Natur in ihren schönen For⸗ men“, sagte schon Kant,„spricht feierlich zu uns, und die Auslegungsgabe ihrer Chiffernschrift ist


