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uns im moralischen Gemüthe verliehen“, und ahnte vielleicht damals noch nicht, daß er es sein würde, der, dieses Gefühl in Vernunft aufzulö⸗ sen, uns die Regeln angab.—
Wie aber entschleierte Wahrheit nicht in ih— rem ganzen Umfange, überall und von Allen zugleich erkannt wird, weil die Lüftung des sie umhüllenden Schleiers nach dem weisen Plane des ewigen Weltengeistes nur sehr langsam, nicht ohne Kampf mit dem überall entgegentre— tenden Widerstande, durch die Masse der Zwei— fel und die Divergenz der Meinungen veranlaßt, hervorgehen kann: so führte auch von jeher jeder Schritt, der den Naturforscher seinem Zwecke scheinbar näherte, immer an den Eingang neuer Labyrinthe, weil, wie schon Haller bemerkte, der Mensch nur durch Fallen das Gehen lernt; und die gegenwärtige Höhe der gesammten Na— turkunde, von welcher der menschlichen Gesell— schaft so viele Wohlthaten herabkommen, konnte nur auf höchst mühsamen und gefährlichen We— gen erworben werden. Gar viele Jahrhunderte forderte die Zurücklegung eines Weges, ehe Vereine ins Leben treten konnten, die durch ihre gemeinschaftliche Kraft ein stets bedrohtes Da— sein vertheidigten und beschützten, und welche die Summe ihrer individuellen Anstrengungen, aus denen früh oder spät der Menschheit so großer und mannichfacher Nutzen entsprang, durch Ver— wandlung in Gesammtanstrengungen noch zu vermehren gedachten.
Um nun vor Allem die mannichfachen Schwie— rigkeiten des Ideenverkehrs zu erleichtern, wohl


