Fameele beladen, aber länger als zwey Stunden wurden sie auf der Straße aufgehalten. Der Nerba des Bitcheschi forderte von dem Podrädtschik einen Sicherheitsschein, daß die Fuhrleute, auf der Reise durch den östlichen Weg, auf Tolai Mäo(Ssumé), die der Mission gehörigen Ge— päcke nicht naß machen sollten. Daß ist unsere Sache, sagte ich zu dem allzubesorgten Nerba; und überdieß haben wir den westlichen Weg, bey dem Tempel Borozétschi vorbey, auf dem die neue Mission reiste, erwählt. Die chinesische Betteley suchte bey dieser Gelegenheit neue Beute, unge— achtet der unersättlich habfüchtige Nerba des Bitcheschi schon von den Fuhrleuten 8 Lana(16 Rubel) in Silber genom— men hatte, die ihm als Kostgeld von denjenigen Städten gehörten, durch welche sie mit unsrer, der Regierung gehörigen Ladung gingen; hätten sie aber Kauf— mannswaaren geführt, so wären sie verbunden gewe— sen, dieselbe Summe zum Nutzen der Städte zu bezahlen. So ist die Regel der chinesischen Stadt- Einrichtungen.
Meinem Auftrage zufolge ging Hr. Ssipakow zu Fu— Loje, um ihn zu fragen, von wem und warum die Mis— sion auf dem Wege aufgehalten werde. Fu-Loje und der Boschko, die nach ihren Absichten noch einen Tag in Chal— gan zu bleiben Lust hatten, wollten auch uns aufhalten, um von hier mit uns zugleich abzugehen, wie dieß der strengen Ordnung gemäß war. Da sie aber unsre Beharr— lichkeit sahen, schickten sie den Nerba Ssindsfä ab, die Mission jenseit der Mauer zu begleiten. Der Wirth des Hauses, in welchem die Mission länger als mahl 24 Stunden sich aufgehalten hatte, erhielt bey der Abreise 12 Solotnik*) Silber.
*) 5 Pfund russ. oder fast 52 Loth Leipz. Gew. 2 Nthlr. 20 Gr. Conv. G. A. d. U.


