23
Fluß, und kamen rechts in einer großen Straße, zu dem für die Mission angewiesenen Gasthofe, nicht weit von dem großen Platze, wo das Haus des Husai-Amban von Chalgan steht. Die Auswahl des Quartiers hatte der alte Nerba besore und wir hatten sehr unbequeme und sogar unruhige Zimmer, wegen des Kartenspielergesindels' erhalten. Die Kaufleute von Schaangßi, die nach Kiachta handeln, kommen in Menge in Chalgan wegen ihrer Handelsgeschäfte zusammen, und verschwenden in mü— ßigen Stunden große Summen in Hasardspielen. Ueber— dieß war, ungeachtet des Trauerjahres um den Tod des Kaisers Dsäzin, in Chalgan, als einem von der Hauptstadt weit genug entfernten Orte, ein öffentliches Theater; eine eue Gelegenheit zur Verschwendung für die Schaangßier. In Pekin versicherte man uns, die Einwohner des Gebietes von Schaangßi und des östlichen Turkestans seyen die größ— ten Verschwender im ganzen chinesischen Reiche, die stärk— sten Hasardspieler, und sehr freygebige Verehrer sinnlicher Freuden, auch der gröbsten und erniedrigendsten für die Menschheit; in ihrem Hauswesen aber sind sie, gleich den meisten andern Kaufleuten, sehr geizig.
Eine Stunde nach unsrer Ankunft besuchte uns der in Chalgan dienende Bitcheschi Dsha, mit dem ich zur Zeit unsrer ersten Reise Bekanntschaft machte, und der auch in freundschaftlichen Verhaltnissen mit den Mitgliedern der zurückkehrenden Mission stand, da er vorher im Dienste des Gerichtshofes der auswärtigen Angelegenheiten in Pe— kin gewesen war. Wenn dieser Bitcheschi die bestimmten drey Jahre ausgedient hat, kehrt er nach einem Monate wieder in jenen Gerichtshof zurück. Er erklärte mir, er habe von diesem Gerichtshofe noch keine Schrift erhalten, weder die zurückkehrende Mission über die große Mauer
ragt, Sin


