Teil eines Werkes 
3 (1826) Rückreise nach Rußland und Blick auf die Mongoley
Entstehung
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treide erhält dadurch mehr Freyheit im Wachsen, und kann bequemer die Nahrung aus der Erde ziehen. Den Samen werfen sie in die Erde durch eine Röhre, oder aus den Händen, oder auch aus dem Munde ohne davon im geringsten überflüssig einzustreuen, damit die Halme durch einen zu dichten Stand nicht einander ersticken. In den Swischenräumen säen sie, zwischen dem Frühgetreide, die spätern Arten ein, oder lassen jene auf einen ganzen Som mer ausruhen, so wie bey unsern Brachfeldern geschieht. Der chinesische Landmann sorgt überhaupt dafür, den Raum des Landes, die Getreidesamen, die Zeit und die Kräfte seines Viehes zu schonen. Mühe und strenge Haushältig keit in Allem sind die einzigen Stützen seines mäßigen Lebens.

Auf der Hälfte des Weges von Dsimin-i nach Ssiuang⸗-chua hielten wir in dem Dorfe Se chang ßäpu an, um auszuruhen. Der übrige Theil des Weges ist weit öder, und überhaupt ist die Umgegend von Ssiu ang⸗-chua wenig bevölkert, wovon man den Hauptgrund in der Unfruchtbarkeit des Bodens suchen muß. Die ganze Ebene, von der Stadt ungefähr 7 Werste(1 d. M.) weit, besteht aus Lehm und Sand. Mit dem letztern sind die ufer des Flusses Jan, auf eine große Strecke in der Breite, bedeckt.

In Ssiuang⸗-chua-fu blieben wir in demselben Gasthofe, in welchem das Quartier für die neue Mission bestimmt gewesen war. Die Einwohner dieser Stadt trei ben einen bedeutenden Handel mit Rauchtabak, worein sie, nach dem eee der Mongolen sich richtend, viel Wach holderblätter, des Wohlgeruchs wegen, mischen. Hier ist beynahe in jedem Hause ein Kaufladen mit Tabak.

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