Teil eines Werkes 
3 (1826) Rückreise nach Rußland und Blick auf die Mongoley
Entstehung
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war. Eben so glänzten in der Ferne die weißen Mauern der mingjuangschen Hofburg und die Pyramide nahe bey der Quelle, aus welcher man das Wasser für den Kaiser nimmt.

In Schachs hielt die Mission Rasttag. Die Aus sichten um uns her schienen uns jetzt ungleich angenehmer, als zur Seit unsrer vorigen Reise nach Pekin; nur der tiefe Sand bey jener Stadt erschwerte sehr unsre Reise.

Von Schachs bis zu der Festung Nang-keu gin gen wir auf einem niedrigen Wege, der an die westlichen Berge stößt. Hier giebt es viele Feldwege, und deswegen kann man leicht von dem wirklichen Wege abgehen. Die Häuser der Landleute, die mit schattigen Bäumen umringt sind, bemerkt man von der Seite nicht. Nur allein die kleinen Wäldchen von Weiden dienen als wahres Kennzei chen bewohnter Oerter, eine Einrichtung der chinesischen Landleute, die Nachahmung verdiente. Bäume machen die Zierde der Dörfer, und einigen Schutz gegen die Sturm winde aus, und das davon herabfallende Laub dient zur Düngung des Bodens. Reisende trafen wir auf diesem Wege nicht an. Lasten werden meist im Winter verführt. Bey uns ging nur eine Karawane mit Schafwolle aus Chalgan vorbey.

In Nang-keu kam die Mission um 3 Uhr des Nach mittags an. Auf Bitte des Podrädtschik's ward ihm, auf Abschlag der ihm zukommenden Summe, noch 69 Lana, 6 Tschina in Silber, d. i. sechs Pfund) gegeben. Solche Zahlungen waren für unsre Kasse vortheilhafter hier, im Erlämpin-Gewicht, als in Chalgan, wo das schwere Ku pin-Gewicht im Gebrauche ist.

) D. i. 5 Pfund, 7 Loth Leipziger Gewicht. A. d. li.